BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Pressemeldungen - 77.109 Asylanträge im ersten Halbjahr 2014

Navigation und Service

77.109 Asylanträge im ersten Halbjahr 2014

Ausgabe 0020/2014
Datum 18.07.2014

Im ersten Halbjahr 2014 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge insgesamt 77.109 Asylanträge gestellt.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Januar bis Juni 2013 stieg die Zahl der Asylbewerber um fast 60 Prozent.

11.818 Personen erhielten im ersten Halbjahr 2014 die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Konvention (19,5 Prozent aller Asylentscheidungen). Zudem erhielten 3.352 Personen (5,5 Prozent) subsidären Schutz im Sinne der EU-Richtlinie 2011/95/EU. Bei 894 Personen (1,5 Prozent) wurden Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Die Zahlen im Einzelnen:

I. Aktueller Monat

Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge haben im Juni 2014 14.019 Personen Asyl beantragt, davon 12.077 als Erstanträge und 1.942 als Folgeanträge. Damit ist die Zahl der Asylbewerber gegenüber dem Vorjahresmonat um 4.509 Personen (47,4 Prozent) und gegenüber dem Vormonat um 1.562 Personen (12,5 Prozent) gestiegen.

Hauptherkunftsländer im Juni 2014 waren:

Nr.LandApril 2014Mai 2014Juni 2014
1.Syrien1.7992.5442.715
 2.Serbien1.2561.1691.527
 3.Eritrea4791.1951.299
 4.Albanien664628648
5.Afghanistan699512631
 6.Irak341274587
 7.Mazedonien477376562
 8.Bosnien-Herzegowina461375516
 9.Somalia475395421
10.Russische Föderation416422381


Die Erst- und Folgeanträge bei den Hauptherkunftsländern im Juni 2014:

AsylanträgeErstanträgeFolgeanträge
Gesamt14.01912.0771.942
davon:
Syrien2.7152.608107
Serbien1.527942585
Eritrea1.2991.2945
Albanien6486426
Afghanistan63159239
Irak587248339
Mazedonien562345217
Bosnien-Herzegowina516361155
Somalia42140912
Russische Föderation38129784

Die Zahl der Asylerstanträge im Juni 2014 (12.077) stieg damit gegenüber dem Vorjahresmonat (8.408 Erstanträge) um 43,6 Prozent und gegenüber dem Vormonat (11.160 Erstanträge) um 8,2 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Syrien, Eritrea und Serbien.

Die Zahl der Asylfolgeanträge im Juni 2014 (1.942) stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat (1.102) um 76,2 Prozent und gegenüber dem Vormonat (1.297) um 49,7 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Serbien, Irak und Mazedonien.

Im Juni 2014 hat das Bundesamt über die Anträge von 8.779 Personen (Vormonat: 9.394, Vorjahresmonat: 5.667) entschieden.

2.224 Personen (25,3 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 166 Personen (1,9 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 2.058 Personen (23,4 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

Im Juni 2014 erhielten 486 Personen (5,6 Prozent) nach § 4 des Asylverfahrensgesetzes subsidiären Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU.

Darüber hinaus hat das Bundesamt im Juni 2014 bei 165 Personen (1,9 Prozent) Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 2.970 Personen (33,8 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 2.934 Personen (33,4 Prozent).

II. Erstes Halbjahr 2014

In der Zeit vom Januar bis Juni 2014 haben insgesamt 77.109 Personen in Deutschland Asyl beantragt, darunter 67.441 als Erstanträge und 9.668 als Folgeanträge. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr (48.524 Personen) bedeutet dies eine Erhöhung um 28.585 Personen (58,9 Prozent).

Die Hauptherkunftsländer im ersten Halbjahr 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum waren:

Nr.LandJan - Juni 2013Jan - Juni 2014
1.Syrien4.85212.888
 2.Serbien4.4189.361
 3.Afghanistan 3.6914.528
 4.Eritrea3213.969
5.Albanien3253.913
 6.Mazedonien2.2723.736
 7.Bosnien-Herzegowina1.0323.285
 8.Russische Föderation10.1632.865
 9.Somalia1.2272.851
10.Irak1.9592.520

Die Erst- und Folgeanträge verteilten sich bei den Hauptherkunftsländern im ersten Halbjahr 2014 wie folgt:

AsylanträgeErstanträgeFolgeanträge
Gesamt77.10967.4419.668
davon:
Syrien12.88812.077811
Serbien9.3616.2783.083
Afghanistan4.5284.219309
Eritrea3.9693.94623
Albanien3.9133.84766
Mazedonien3.7362.5051.231
Bosnien-Herzegowina3.2852.438847
Russische Föderation2.8652.322543
Somalia2.8512.78269
Irak2.5202.076444

Die Zahl der Asylerstanträge im ersten Halbjahr 2014 stieg damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum (43.016 Erstanträge) um 56,8 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Syrien, Serbien und Afghanistan. Die Zahl der Asylfolgeanträge in den ersten sechs Monaten 2014 (4.871) stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (5.508) um 75,5 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina.

Im ersten Halbjahr 2014 hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 60.467 Entscheidungen (Vorjahr: 31.191) getroffen. Insgesamt 11.818 Personen (19,5 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 903 Personen (1,5 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 10.915 Personen (18,0 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

Weitere 3.352 Personen (5,5 Prozent) erhielten subsidiären Schutz nach § 4 des Asylverfahrensgesetzes im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU.

Darüber hinaus hat das Bundesamt im ersten Halbjahr 2014 bei 894 Personen (1,5 Prozent) Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 5 und 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.
Abgelehnt wurden die Anträge von 19.690 Personen (32,6 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 24.713 Personen (40,9 Prozent).

Ende Juni 2014 lag die Zahl der noch nicht entschiedenen Anträge bei 112.873, davon 102.874 als Erstanträge und 10.026 als Folgeanträge (Vormonat: 106.963 anhängige Verfahren, davon 97.729 Erst- und 9.234 Folgeanträge; zum 30. Juni 2013: 67.583 anhängige Verfahren, davon 62.514 Erst- und 5.069 Folgeanträge).

Quelle: Bundesministerium des Innern

Zusatzinformationen

Kontakt

Sie haben Fragen? Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns!

Pressestelle

Aufgrund des Feiertages ist die Pressestelle am Donnerstag, den 26.05.2016, nicht besetzt.

Frankenstraße 210
90461 Nürnberg
Telefon: +49 911 943-4646
Telefax: +49 911 943-4699
E-Mail: Nachricht schreiben
zum Kontaktformular

Ansprechpartner im BAMF

Direktlinks zu den sozialen Medien