BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Pressemeldungen - 19.431 Asylanträge im Juli 2014

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19.431 Asylanträge im Juli 2014

Ausgabe 0021/2014
Datum 15.08.2014

Im Juli 2014 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge insgesamt 19.431 Asylanträge gestellt, 75,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat Juli 2013. Dies ist der höchste Monatswert seit Juli 1993 (20.658 Anträge).

Entschieden hat das Bundesamt im Juli 2014 über die Anträge von 10.199 Personen. 2.406 Personen erhielten die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention (23,6 Prozent aller Asylentscheidungen).

Zudem erhielten 507 Personen (5,0 Prozent) subsidiären Schutz im Sinne der EU-Richtlinie 2011/95/EU. Bei 218 Personen (2,1 Prozent) wurden Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

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Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge haben im Juli 2014 19.431 Personen Asyl beantragt, davon 16.191 als Erstanträge und 3.240 als Folgeanträge. Damit ist die Zahl der Asylbewerber gegenüber dem Vorjahresmonat um 8.368 Personen (75,6 Prozent) und gegenüber dem Vormonat um 5.412 Personen (38,6 Prozent) gestiegen.

Hauptherkunftsländer im Juli 2014 waren:

Nr.LandMai 2014Juni 2014Juli 2014
1.Syrien2.544
2.715
3.665
2.Serbien1.1691.5272.465
3.Eritrea1.1951.2991.951
4.Irak2745871.626
5.Bosnien-Herzegowina375516879
6.Mazedonien376562834
7.Albanien628648766
8.Afghanistan512631745
9.Kosovo391320510
10.Nigeria274324478

Die Erst- und Folgeanträge bei den Hauptherkunftsländern im Juli 2014:

HauptherkunftsländerAsylanträgeErstanträgeFolgeanträge
Gesamt19.43116.1913.240
davon:
Syrien
3.665
3.527138
Serbien2.4651.730735
Eritrea1.9511.9456
Irak1.6263451.281
Bosnien-Herzegowina879651228
Mazedonien834546288
Albanien76675016
Afghanistan74571035
Kosovo510394116
Nigeria4784708

Die Zahl der Asylerstanträge im Juli 2014 (16.191) stieg damit gegenüber dem Vorjahresmonat (9.516 Erstanträge) um 70,2 Prozent und gegenüber dem Vormonat (12.077 Erstanträge) um 34,1 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Syrien, Eritrea und Serbien.

Die Zahl der Asylfolgeanträge im Juli 2014 (3.240) stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat (1.547) um 109,4 Prozent und gegenüber dem Vormonat (1.942) um 66,8 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Irak, Serbien und Mazedonien.

Im Juli 2014 hat das Bundesamt über die Anträge von 10.199 Personen (Vorjahresmonat: 7.908, Vormonat: 8.779) entschieden. 2.406 Personen (23,6 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 163 Personen (1,6 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 2.243 Personen (22,0 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

Im Juli 2014 erhielten 507 Personen (5,0 Prozent) nach § 4 des Asylverfahrensgesetzes subsidiären Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU.

Darüber hinaus hat das Bundesamt im Juli 2014 bei 218 Personen (2,1 Prozent) Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 3.464 Personen (34,0 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Dublin-Verfahren oder Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 3.604 Personen (35,3 Prozent).

Laufendes Jahr 2014

In der Zeit von Januar bis Juli 2014 haben insgesamt 97.093 Personen in Deutschland Asyl beantragt, darunter 83.964 als Erstanträge und 13.129 als Folgeanträge. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr (59.838 Personen) bedeutet dies eine Erhöhung um 37.255 Personen (62,3 Prozent).

Die Hauptherkunftsländer in der Zeit von Januar bis Juli 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum waren:

Nr.LandJan.-Juli 2013Jan.-Juli 2014
1.Syrien
5.939
16.616
2.Serbien5.96411.858
3.Eritrea4625.949
4.Afghanistan4.5045.298
5.Albanien3994.680
6.Mazedonien3.0764.589
7.Irak2.3314.356
8.Bosnien-Herzegowina1.4644.157
9.Somalia1.5423.340
10.Russische Föderation11.8093.331

Die Erst- und Folgeanträge verteilten sich bei den Hauptherkunftsländern von Januar bis Juli 2014 wie folgt:

HauptherkunftsländerAsylanträgeErstanträgeFolgeanträge
Gesamt97.09383.96413.129
davon:
Syrien16.616
15.649
967
Serbien11.8588.0323.826
Eritrea5.9495.92029
Afghanistan5.2984.952346
Albanien4.6804.59486
Mazedonien4.5893.0641.525
Irak4.3562.4711.885
Bosnien-Herzegowina4.1573.0971.060
Somalia3.3403.25981
Russische Föderation3.3312.672659

Die Zahl der Asylerstanträge im bisherigen Jahr 2014 (83.964) stieg damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum (52.754 Erstanträge) um 59,2 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Syrien, Serbien und Eritrea. Die Zahl der Asylfolgeanträge in den ersten sieben Monaten 2014 (13.129) stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (7.084) um 85,3 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Serbien, Irak und Mazedonien.

Von Januar bis Juli 2014 hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 70.217 Entscheidungen (Vorjahr: 39.027) getroffen. Insgesamt 14.225 Personen (20,2 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 1.066 Personen (1,5 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 13.159 Personen (18,7 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

Weitere 3.858 Personen (5,5 Prozent) erhielten subsidiären Schutz nach § 4 des Asylverfahrensgesetzes im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU. Darüber hinaus hat das Bundesamt von Januar bis Juli 2014 bei 1.112 Personen (1,6 Prozent) Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 5 und 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 23.144 Personen (33,0 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Dublin-Verfahren und Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 27.878 Personen (39,7 Prozent).

Ende Juli 2014 lag die Zahl der noch nicht entschiedenen Anträge bei 122.763, davon 110.755 als Erstanträge und 21.008 als Folgeanträge (Vormonat: 112.873 anhängige Verfahren, davon 102.847 Erst- und 10.026 Folgeanträge; zum 31. Juli 2013: 71.031 anhängige Verfahren, davon 65.273 Erst- und 5.758 Folgeanträge).

Quelle: Bundesministerium des Innern

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