BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Pressemeldungen - 21.279 Asylanträge im Oktober 2014

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21.279 Asylanträge im Oktober 2014

Ausgabe 0029/2014
Datum 07.11.2014

Im Oktober 2014 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge insgesamt 21.279 Asylanträge gestellt, 39,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat Oktober 2013.

Entschieden hat das Bundesamt im Oktober 2014 über die Anträge von 13.015 Personen. 2.905 Personen erhielten die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention (22,3 Prozent aller Asylentscheidungen).

Zudem erhielten 252 Personen (1,9 Prozent) subsidiären Schutz im Sinne der EU-Richtlinie 2011/95/EU. Bei 200 Personen (1,5 Prozent) wurden Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Die Zahlen im Einzelnen:

Aktueller Monat

Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge haben im Oktober 2014 21.279 Personen Asyl beantragt, davon 18.415 als Erstanträge und 2.864 als Folgeanträge. Damit ist die Zahl der Asylbewerber gegenüber dem Vorjahresmonat um 6.028 Personen (39,5 Prozent) gestiegen und gegenüber dem Vormonat um 2.236 Personen (11,7 Prozent) gestiegen.

Hauptherkunftsländer im Oktober 2014 waren:

Nr.LandAugust 2014September 2014Oktober 2014
1.Syrien3.4194.3055.065
2.Serbien2.4602.5113.122
3.Eritrea1.9281.6511.456
4.Kosovo5356161.196
5.Bosnien-Herzegowina756836969
6.Mazedonien814819950
7.Afghanistan733888847
8.Irak766698720
9.Albanien569389621
10.Ukraine138348574

Die Erst- und Folgeanträge bei den Hauptherkunftsländern im Oktober 2014:

HauptherkunftsländerAsylanträgeErstanträgeFolgeanträge
Gesamt21.27918.4152.864
davon:
Syrien5.0654.929136
Serbien3.1221.9621.160
Eritrea1.4561.4515
Kosovo1.196972224
Bosnien-Herzegowina969626343
Mazedonien950581369
Afghanistan84781136
Irak720551169
Albanien62159328
Ukraine5745722

Die Zahl der Asylerstanträge im Oktober 2014 (18.415) stieg damit gegenüber dem Vorjahresmonat (12.940 Erstanträge) um 42,3 Prozent und gegenüber dem Vormonat (16.214 Erstanträge) um 13,6 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Syrien, Serbien und Eritrea.

Die Zahl der Asylfolgeanträge im Oktober 2014 (2.864) stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat (2.311) um 23,9 Prozent und gegenüber dem Vormonat (2.829) um 1,2 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina.

Im Oktober 2014 hat das Bundesamt über die Anträge von 13.015 Personen (Vorjahresmonat: 10.111, Vormonat: 8.615) entschieden. 2.905 Personen (22,3 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. August 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 195 Personen (1,6 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 2.710 Personen (20,8 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i.V.m. § 60 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

Im Oktober 2014 erhielten 252 Personen (1,9 Prozent) nach § 4 des Asylverfahrensgesetzes subsidiären Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU.

Darüber hinaus hat das Bundesamt im Oktober 2014 bei 200 Personen (1,5 Prozent) Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 5.166 Personen (39,7 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Dublin-Verfahren oder Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 4.492 Personen (34,5 Prozent).

Laufendes Jahr 2014

In der Zeit von Januar bis Oktober 2014 haben insgesamt 158.080 Personen in Deutschland Asyl beantragt, darunter 135.634 als Erstanträge und 22.446 als Folgeanträge. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr (100.937 Personen) bedeutet dies eine Erhöhung um 57.143 Personen (56,6 Prozent).

Die Hauptherkunftsländer in der Zeit von Januar bis Oktober 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum waren:

Nr.LandJan.- Okt. 2013Jan.- Okt. 2014
1.Syrien10.21730.059
 2.Serbien12.88120.109
 3.Eritrea2.02211.155
 4.Afghanistan6.6317.913
 5.Irak3.4927.521
 6.Mazedonien7.2557.227
 7.Bosnien-Herzegowina3.6306.744
 8.Albanien7516.271
 9.Kosovo3.5035.353
10.Somalia2.8384.869

Die Erst- und Folgeanträge verteilten sich bei den Hauptherkunftsländern von Januar bis Oktober 2014 wie folgt:

HauptherkunftsländerAsylanträgedavon Erstanträgedavon Folgeanträge
Gesamt158.080135.63422.446
davon:   
Syrien30.05928.6611.398
Serbien20.10913.1746.935
Eritrea11.15511.11144
Afghanistan7.9137.442471
Irak7.5213.9853.536
Mazedonien7.2274.5902.637
Bosnien-Herzegowina6.7444.6962.048
Albanien6.2716.118153
Kosovo5.3534.1501.203
Somalia4.8694.750119

Die Zahl der Asylerstanträge im bisherigen Jahr 2014 (135.634) stieg damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum (87.442 Erstanträge) um 55,1 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Syrien, Serbien und Eritrea. Die Zahl der Asylfolgeanträge in den ersten zehn Monaten 2014 (22.446) stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (13.495) um 66,3 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Serbien, Irak und Mazedonien.

Von Januar bis Oktober 2014 hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 99.546 Entscheidungen (Vorjahr: 65.184) getroffen. Insgesamt 22.342 Personen (22,5 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. August 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 1.657 Personen (1,7 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 20.685 Personen (20,8 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i.V.m. § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

Weitere 4.969 Personen (5,0 Prozent) erhielten subsidiären Schutz nach § 4 des Asylverfahrensgesetzes im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU. Darüber hinaus hat das Bundesamt von Januar bis Oktober 2014 bei 1.695 Personen (1,7 Prozent) Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 5 und 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 32.904 Personen (33,1 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Dublin-Verfahren und Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 37.636 Personen (37,8 Prozent).

Ende Oktober 2014 lag die Zahl der noch nicht entschiedenen Anträge bei 154.074, davon 137.562 als Erstanträge und 16.512 als Folgeanträge (Vormonat: 144.832 anhängige Verfahren, davon 129.178 Erst- und 15.654 Folgeanträge; zum 31. Oktober 2013 85.653 anhängige Verfahren, davon 78.066 Erst- und 7.587 Folgeanträge).

Quelle: Bundesministerium des Innern

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