BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Pressemeldungen - 25.992 Asylanträge im Mai 2015

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25.992 Asylanträge im Mai 2015

Ausgabe 0011/2015
Datum 09.06.2015

Im Mai 2015 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge insgesamt 25.992 Asylanträge gestellt. Dies bedeutet einen Anstieg von 108,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat Mai 2014.

Entschieden hat das Bundesamt im Mai 2015 über die Anträge von 16.784 Personen. Dies bedeutet einen Anstieg von 78,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat Mai 2014 (9.394 Entscheidungen). 5.687 Personen erhielten die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention (33,9 Prozent aller Asylentscheidungen).

Zudem erhielten 84 Personen (0,5 Prozent) subsidiären Schutz im Sinne der EU-Richtlinie 2011/95/EU. Bei 131 Personen (0,8 Prozent) wurden Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Die Zahlen im Einzelnen:

Aktueller Monat

Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge haben 25.992 Personen im Mai 2015 einen förmlichen Asylantrag gestellt, davon 23.758 als Erstanträge und 2.234 als Folgeanträge. Damit ist die Zahl der Asylbewerber gegenüber dem Vorjahresmonat um 13.535 Personen (108,6 Prozent) gestiegen und gegenüber dem Vormonat um 1.186 Personen (-4,4 Prozent) gesunken.

Insgesamt 10.732 Anträge wurden von Staatsangehörigen der Westbalkanstaaten Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien gestellt; das sind 41,3 Prozent aller in Deutschland gestellten Asylanträge.

Hauptherkunftsländer im Mai 2015 (auch im Vergleich mit den zwei vorangegangenen Monaten):

Nr.März 2015April 2015Mai 2015
1.Syrien4.6204.4615.100
2.Albanien3.0204.7944.922
3.Serbien2.8332.2791.990
4.Kosovo11.7294.6081.947
5.Irak1.1921.3981.471
6.Afghanistan9261.1441.188
7.Mazedonien1.186972996
8.Eritrea316367620
9.Nigeria281337591
10.Bosnien-Herzegowina690738542


Die Erst- und Folgeanträge bei den Hauptherkunftsländern im Mai 2015:

HauptherkunftsländerAsylanträgedavon Erstanträgedavon Folgeanträge
Gesamt25.99223.7582.234
davon:
Syrien5.1004810290
Albanien4.9224.86458
Serbien1.9901.395595
Kosovo1.9471.781166
Irak1.4711.38289
Afghanistan1.1881.15137
Mazedonien996637359
Eritrea6206128
Nigeria59157912
Bosnien-Herzegowina542382160

Die Zahl der Asylerstanträge im Mai 2015 (23.758) stieg damit gegenüber dem Vorjahresmonat (11.160) um 112,9 Prozent und sank gegenüber dem Vormonat (24.504) um -3,0 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Albanien, Syrien und Kosovo.

Die Zahl der Asylfolgeanträge im Mai 2015 (2.234) stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat (1.297) um 72,2 Prozent und sank gegenüber dem Vormonat (2.674) um 16.4 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Serbien, Mazedonien und Syrien.

Im Mai 2015 hat das Bundesamt über die Anträge von 16.784 Personen (Vorjahresmonat: 9.394, Vormonat: 19.199) entschieden. 5.687 Personen (33,9 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. August 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 155 Personen (0,9 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 5.532 Personen (33,0 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

Im Mai 2015 erhielten 84 Personen (0,5 Prozent) nach § 4 des Asylverfahrensgesetzes subsidiären Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU.

Darüber hinaus hat das Bundesamt im Mai 2015 bei 131 Personen (0,8 Prozent) Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 6.354 Personen (37,8 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Dublin-Verfahren oder Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 4.528 Personen (27,0 Prozent).

Laufendes Jahr 2015

In der Zeit von Januar bis Mai 2015 haben insgesamt 141.905 Personen in Deutschland Asyl beantragt, darunter 125.972 als Erstanträge und 15.933 als Folgeanträge. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr (62.602 Personen) bedeutet dies eine Erhöhung um 79.303 Personen (126,7 Prozent).

Die Hauptherkunftsländer in der Zeit von Januar bis Mai 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum waren:

HauptherkunftsländerJan - Mai 2014Jan - Mai 2015
Kosovo2.11429.747
Syrien10.04626.250
Albanien3.26016.250
Serbien7.78913.502
Irak1.8696.961
Afghanistan3.8585.889
Mazedonien3.1545.140
Bosnien-Herzegowina2.7623.429
Eritrea2.6392.504
Russische Föderation2.4652.220

Die Erst- und Folgeanträge verteilten sich bei den Hauptherkunftsländern von Januar bis Mai 2015 wie folgt:

HauptherkunftsländerAsylanträgedavon Erstanträgedavon Folgeanträge
Gesamt141.905125.97215.933
davon:
Kosovo29.74727.2342.513
Syrien26.25024.7141.536
Albanien16.25015.951229
Serbien13.5028.6644.838
Irak6.9616.184777
Afghanistan5.8895.697192
Mazedonien5.1403.1561.984
Bosnien-Herzegowina3.4292.1031.326
Eritrea2.5042.46440
Russische Föderation2.2201.808412

Die Zahl der Asylerstanträge im bisherigen Jahr 2015 (125.972) stieg damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum (54.956) um 129,2 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Kosovo, Syrien und Albanien.

Die Zahl der Asylfolgeanträge im bisherigen Jahr 2015 (15.933) stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (7.646) um 108,4 Prozent. Hauptherkunftsländer waren Serbien, Kosovo und Mazedonien.

Von Januar bis Mai 2015 hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 93.816 Entscheidungen (Vorjahr: 52.054) getroffen. Insgesamt 31.342 Personen (33,4 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. August 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 937 Personen (1,0 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 30.405 Personen (32,4 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylverfahrensgesetzes i. V. m. § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.

Weitere 523 Personen (0,6 Prozent) erhielten subsidiären Schutz nach § 4 des Asylverfahrensgesetzes im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU. Darüber hinaus hat das Bundesamt von Januar bis Mai 2015 bei 725 Personen (0,8 Prozent) Abschiebungsverbote gemäß § 60 Abs. 5 und 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.

Abgelehnt wurden die Anträge von 35.947 Personen (38,3 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Dublin-Verfahren und Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 25.279 Personen (26,9 Prozent).

Ende Mai 2015 lag die Zahl der noch nicht entschiedenen Anträge bei 220.956, davon 198.638 als Erstanträge und 22.318 als Folgeanträge (Vormonat: 209.700 anhängige Verfahren, davon 187.837 Erst- und 21.863 Folgeanträge; zum 31. Mai 2014 waren 106.963 Verfahren anhängig, davon 97.729 Erst- und 9.234 Folgeanträge).

Quelle: Bundesministerium des Innern

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