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Resettlement 2015 – Aufnahme von 42 palästinensischen und syrischen Flüchtlingen

Rettung aus großer Not

Ausgabe 0012/2015
Datum 16.06.2015

Am Flughafen Kassel-Calden sind heute 42 palästinensische und syrische Flüchtlinge mit einer Chartermaschine aus Alexandria gelandet. Diese Menschen gehören zu den Schutzsuchenden, die Deutschland im Rahmen des deutschen Resettlement-Programms im Jahr 2015 aufnimmt. In diesem Verfahren wird jährlich 500 schutzbedürftigen Flüchtlingen eine neue Lebensperspektive in Deutschland eröffnet. Ausgewählt werden Schutzsuchende, die weder die Aussicht darauf haben, sich im Land ihrer ersten Zuflucht zu integrieren noch eine Perspektive darauf, in ihr Heimatland zurückkehren zu können.

Ursprünglich hatten Schleuser den 42 Kriegsflüchtlingen versprochen, sie über die Türkei per Schiff nach Italien zu bringen. Die Schleuser beabsichtigten jedoch von Anfang an, dass die Flüchtlinge nach Ablegen der Schiffe in der Türkei auf dem Meer zu Tode kommen sollten. Die Schiffsbesatzungen setzten die Flüchtlinge letztlich aber auf einer Insel ab, wo sie von der ägyptischen Marine aufgegriffen wurden.

Die Flüchtlinge wurden seit November 2014 bis zum heutigen Tag von den ägyptischen Behörden in polizeilichem Gewahrsam bei Alexandria untergebracht. Die Bundesregierung hatte sich für die Freilassung und die Aufnahme der Kriegsflüchtlinge nach Deutschland eingesetzt. Ein Team des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge hat die Reise nach Deutschland – mit Unterstützung der Deutschen Botschaft in Kairo, der Internationalen Organisation für Migration (IOM), dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) und ägyptischen Stellen – vorbereitet.

Bevor die Neuankömmlinge nun auf die Bundesländer verteilt werden, wohnen sie zunächst rund 14 Tage im Grenzdurchgangslager Friedland. In einem "Wegweiserkurs" erhalten sie grundlegende Deutschkenntnisse und erstes Wissen über ihre neue Heimat.

Anschließend werden die Resettlement-Flüchtlinge in ihre Aufnahmekommunen reisen, wo sie unmittelbar an einem Integrationskurs teilnehmen und einen Arbeitsplatz suchen können.

Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

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