BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Aktuelle Themen - Vorurteile und Stereotype abbauen

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Vorurteile und Stereotype abbauen

Zusammenarbeit mit muslimischen Kooperationspartnern verstärken

Ausgabe 009/2016
Datum 02.03.2016

Seit 2008 setzt sich die Clearingstelle Präventionskooperation für eine bessere Kooperation zwischen Muslimen und deutschen Sicherheitsbehörden ein. In diesem Rahmen hat die Clearingstelle heute zu einer Veranstaltung nach Fürstenfeldbruck eingeladen. Thema der Fachtagung:"Vorurteile, Stereotype und Konflikte in einer vielfältigen Gesellschaft - Auswirkungen auf die Zusammenarbeit mit muslimischen Kooperationspartnern." 

"Nur wer sein vorgefertigtes Meinungsbild hinterfragt, bekommt die Chance tatsächlich einen Menschen mit all seinen kulturellen und persönlichen Facetten kennenzulernen", so der Vizepräsident des Bundesamts Dr. Griesbeck. "Durch Wissen voneinander, kann gegenseitiges Vertrauen gebildet werden. Der Schlüssel hierzu liegt genau in diesem gegenseitigen Kennlernen, das wir hier erleben."

"Die Zusammenarbeit mit muslimischen Ansprechpartnern ist wichtiger denn je. Wir dürfen uns vor allem nicht von radikalen Parolen, gleich welcher Richtung, auseinander dividieren lassen. Vielmehr sind wir alle aufgefordert, gemeinsam unsere Lebensart in Vielfalt und Freiheit zu verteidigen – ganz unabhängig davon, woran wir glauben oder woher wir kommen. Ob das gelingt, entscheidet sich in der konkreten Zusammenarbeit vor Ort: zwischen Kitas, Schulen, Eltern, in der Arbeit mit Jugendlichen", so Bayerns Sozialministerin Emilia Müller, und weiter: "Umgekehrt müssen wir jenen klare Grenzen setzen, die dieses Miteinander und unsere Werte nicht respektieren. In unserer Gesellschaft ist kein Platz für Diskriminierung und Abwertung."

Zwei Männer und eine Frau sitzen an einem Tisch. Vor ihnen stehen Mikrofonev.r.: Fatih Ekinci (Migrationsbeirat Mannheim), Kriminalrätin Heidrun Hassel (Polizeipräsidium Mannheiml und Prof. Mathias Rohe (Universität Erlangen-Nürnberg) Quelle: Landeskriminalamt Bayern

Das Netzwerk weiter aus- und Vorurteile abbauen

Über 400 Akteure und mehr als 50 Experten sowohl bei den Behörden als auch bei den muslimischen Organisationen umfasst das Netzwerk der Clearingstelle Präventionskooperation. Die Fachtagung ist die bereits sechste ihrer Art. Im Vordergrund steht der Austausch unter den Teilnehmern, aber auch eine Erweiterung des gesamten Netzwerkes. Die Fachvorträge liefern neue Erkenntnisse und wichtige Impulse für die tägliche Arbeit der Multiplikatoren und sollen Alternativen zu Vorurteilen, Stereotypen und daraus resultierenden Konflikten aufzeigen. 

Bayerns Landespolizeipräsident Prof. Dr. Wilhelm Schmidbauer hob hervor, dass der Schlüssel für ein Leben in Frieden, Freiheit und Sicherheit auch gegenseitiges Verständnis und Vertrauen ist. Sehr hilfreich sei hier der ständige gegenseitige Austausch und Dialog aller Kooperationspartner durch die Clearingstelle Präventionskooperation. "Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht", so der Landespolizeipräsident. Die Bayerische Polizei stehe beispielsweise schon lange in engem Kontakt mit muslimischen Einrichtungen und weiteren Kooperationspartnern. "Das wollen wir in Zukunft weiter ausbauen", sicherte Schmidbauer zu. Gleichwohl gab der Landespolizeipräsident zu bedenken, dass ein Kooperationsangebot von staatlicher Seite nur wirkungsvoll sein kann, wenn es auch angenommen wird und keine Einbahnstraße bleibt. Es sei Aufgabe der Sicherheitsbehörden und damit insbesondere der Polizei, genau zu hinterfragen, warum im jeweiligen Einzelfall der Dialog nicht in Gang gekommen ist. "Die fortlaufende Überprüfung unserer Kommunikation auf Optimierungsbedarf ist das eine – die klar bestehende Verantwortung zur aktiven Mitwirkung, die ich ganz deutlich auch bei den muslimischen Verbänden sehe, ist das andere."

 

In einer eigenen Datenbank sind die Ansprechpartner des Netzwerkes und etliche Projekte abrufbar, s. Link in rechter Spalte

Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Zusatzinformationen

Zwei Männer werden von einer Frau interviewt

Fotogalerie zur Fachtagung: Vorurteile und Stereotype abbauen

In unserer kleinen Galerie finden Sie eine Auswahl von Bildern von der Fachtagung "Vorurteile und Stereotype abbauen – Zusammenarbeit mit muslimischen Kooperationspartnern verstärken" zum Download.

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Wichtige Mitteilung

BAMF verlängert Förderung für Integrationskurslehrkräfte

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) verlängert bis zum 31.03.2019 die individuelle Förderung der Teilnahme zugelassener Integrationskurslehrkräfte an bereits bestehenden Fort- und Weiterbildungen im Bereich "Arbeit mit traumatisierten Geflüchteten".
Gefördert werden weiterhin Lehrkräfte der Integrationskurse nach §43 AufenthG, die über eine Zulassung nach § 15 Abs. 1 IntV oder § 15 Abs. 2 IntV verfügen und zum Zeitpunkt der Teilnahme in einem laufenden Integrationskurs unterrichten.
Für die Teilnahme an Fort- und Weiterbildungen bei diesen Trägern können bis zu 200 Euro pro Lehrkraft erstattet werden.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Trägerrundschreiben (06/18).

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