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Erfahrungsaustausch und Zusammenarbeit in Europa

Informeller Zusammenschluss GDISC fördert Erfahrungsaustausch und Zusammenarbeit innerhalb Europas

Ausgabe 008/2017
Datum 01.03.2017

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat zum 1. Januar 2017 den Vorsitz des Netzwerkes GDISC (General Directors‘ Immigration Services Conference), eines Zusammenschlusses von 34 europäischen Migrationsbehörden übernommen.
Damit leitet das BAMF in den Jahren 2017 und 2018 ein Gremium, das den internationalen Austausch fördern und dadurch auch Anstöße für eine weitere Verbesserung der europäischen Zusammenarbeit im Migrationsbereich geben soll. "Das Bundesamt ist in Europa gut vernetzt. Durch die Übernahme des Vorsitzes von GDISC haben wir die Möglichkeit, praktische Fragestellungen im internationalen Kontext zu klären und die Erfahrungen des Bundesamtes auf europäischer Ebene zu präsentieren", so Jutta Cordt, Präsidentin des Bundesamtes. 

GDISC wurde im Jahre 2004 während der EU-Ratspräsidentschaft der Niederlande initiiert und besteht aus insgesamt 34 Mitgliedsstaaten. Neben den 28 EU-Staaten sind auch Island, Mazedonien, die Türkei, Bosnien-Herzegowina, Norwegen und die Schweiz dabei. In zahlreichen Treffen und Konferenzen hat sich so ein starkes Netzwerk etabliert, von dem immer wieder wichtige Impulse für die Arbeit der Migrationsbehörden ausgehen. Der GDISC-Lenkungsausschuss tagte am Dienstag und Mittwoch in Nürnberg erstmals unter dem Vorsitz des Bundesamtes. Der Lenkungsausschuss ist für die strukturelle Entwicklung wie auch die Entscheidung über finanzielle Mittel von GDISC verantwortlich und definiert die thematische Agenda des Netzwerks.

Im Rahmen seines Vorsitzes möchte das Bundesamt besonders den Austausch über gewonnene Erfahrungen durch den Flüchtlingszuzug der Jahre 2015 und 2016 forcieren. Dabei liegt der Fokus auf dem Umgang mit den Herausforderungen vor allem im Hinblick auf Organisation, Verfahren oder IT-Anwendungen. Auch positive praktische Beispiele, sogenannte best practices, stehen auf der Agenda, etwa das in den Jahren 2015 und 2016 entwickelte und implementierte Integrierte Flüchtlingsmanagement des Bundesamtes und dessen Weiterentwicklungen.

Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

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