BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Pressemeldungen - Bislang 100.000 Integrationskurs-Teilnehmende 2017

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Bislang 100.000 Integrationskurs-Teilnehmende 2017

Bei hoher Nachfrage bietet das Bundesamt ein differenziertes und passgenaues Angebot für Zugewanderte

Ausgabe 016/2017
Datum 16.05.2017

Die Nachfrage nach den Integrationskursen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge bleibt hoch. Im Gesamtjahr 2016 waren es rund 340.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Bis Mitte Mai 2017 wurden 172.000 Teilnahmeberechtigungen ausgestellt und insgesamt haben bis heute mehr als 100.000 Menschen neu an den Kursen teilgenommen. Dabei sind die Nacherfassungen bei den Trägern noch nicht berücksichtigt.

Die Integrationskurse werden zentral vom Bundesamt koordiniert und vor Ort von den Trägern durchgeführt. An über 8.800 Lernorten, angeleitet von mehr als 20.000 Lehrkräften bei über 1.700 Kursträgern erlernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Integrationskursen die deutsche Sprache. Im Orientierungskurs, der Bestandteil eines jeden Integrationskurses ist, stehen Rechtsordnung, Geschichte und Kultur in Deutschland auf dem Lehrplan. Zentrales Element des Orientierungskurses ist die Werteorientierung. "Das Bundesamt bietet ein qualitativ hochwertiges Angebot der Sprachförderung, das die Wertevermittlung und die schnelle Integration in den Arbeitsmarkt fokussiert", sagt Dr. Uta Dauke, Vizepräsidentin des Bundesamts. "Ein solch flächendeckendes, differenziertes Angebot kann nur das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge offerieren. Es unterstützt damit die schnelle Integration von Zugewanderten sowohl in den Städten als auch in ländlichen Räumen. Gerade dafür ist die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Kursträgern vor Ort essenziell."

Der Integrationskurs ist das Kernelement der Integrationsarbeit des Bundesamtes. Das ausdifferenzierte Integrationskurssystem geht auf unterschiedliche Zielgruppen ein, etwa Frauen, Jugendliche, Menschen mit guten Lernvoraussetzungen, Analphabeten, Seh- und Hörbehinderte. Auf die neuen Anforderungen, die sich durch die große Zahl von Migrantinnen und Migranten aus Sprachräumen ohne lateinische Schrift ergeben haben, hat das Bundesamt darüber hinaus mit einem Zweitschriftenlerner-Modul flexibel reagiert. So finden alle das für sie richtige Angebot. Auf den Integrationskurs bauen Kurse der berufsbezogenen Sprachförderung auf, denn die Eingliederung in den Arbeitsmarkt ist zentral für den Erfolg von Integration.

Doch Integration bedeutet mehr als Sprache. Um das Ankommen zu erleichtern und Orientierung zu geben, hält das Bundesamt neben dem Integrationskurs zahlreiche weitere Angebote vor. Erstorientierungskurse helfen Menschen mit unklarer Bleibeperspektive dabei, ihren Alltag in Deutschland zu meistern. Die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderinnen und Zuwanderer schafft Orientierung im Alltag. Zahlreiche vom Bundesamt geförderte Projekte ermöglichen Begegnung und beziehen so die Aufnahmegesellschaft mit ein. Das fördert neben der Integration auch die interkulturelle Öffnung der Gesellschaft. Werteorientierung ist somit zentraler Bestandteil aller Maßnahmen des Bundesamtes im Bereich der Integration.

Das Bundesamt entwickelt sein Integrationskurssystem kontinuierlich weiter und baut es bedarfsgerecht aus. Ziel ist es, dass die Teilnehmenden noch schneller einen Platz in den Kursen erhalten. Dafür werden derzeit Lösungen entwickelt. Zudem stärkt das Bundesamt den Ausbau der berufsbezogenen Sprachförderung und – in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit – die frühe Kombination von Spracherwerb im Integrationskurs mit ersten Schritten in den Arbeitsmarkt.

"Unser umfassendes Integrationssystem bietet allen Zugewanderten das passende Angebot aus einer Hand, seien es Integrations- oder Spezialkurse, berufsbezogene Sprachförderung oder Integrationsprojekte", resümiert Vizepräsidentin Dr. Uta Dauke.

Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

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