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Informationsportal zu freiwilliger Rückkehr erfolgreich

Ausgabe 029/2017
Datum 08.08.2017

Wer freiwillig in sein Herkunftsland zurückkehren möchte, steht vor zahlreichen Fragen. Wie gehe ich vor? Welche Fördermöglichkeiten gibt es? Wo bekomme ich Beratung? Mit dem digitalen Informationsportal Returning from Germany stellen die Internationale Organisation für Migration (IOM) und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bereits seit Mitte Mai 2017 sämtliche Informationen zu freiwilliger Rückkehr und Reintegration an einem zentralen Ort zur Verfügung. Zum 31. Juli 2017 endete die Pilotphase erfolgreich, was Zehntausende Zugriffe belegen. Zudem bietet das BAMF mit der frühzeitigen Rückkehrinformation in seinen Ankunftszentren und Außenstellen vor Ort und einer zentralen Rückkehrhotline noch weitere Informationskanäle für Rückkehrinteressierte, aber auch für Behörden oder Ehrenamtliche. Die Beratung der mit der IOM kooperierenden Wohlfahrtsverbände ergänzt dieses Angebot. Dadurch wird eine flächendeckende, fachlich kompetente Information sichergestellt.

Informationen Online: ReturningfromGermany.de

Seit Start des Informationsportals Mitte Mai 2017 ist die Seite www.ReturningfromGermany.de bereits über 50.000 Mal besucht worden. Allein im Zeitraum 19. Juni bis 31. Juli 2017 haben mehr als 2.800 individuelle Besucher und Besucherinnen insgesamt 1.300 Suchanfragen durchgeführt. Rückkehrinteressierten stehen dort mehr als 1.000 Dokumente zum Download bereit, darüber hinaus sind die Kontaktdaten von über 1.400 Beratungsstellen in ganz Deutschland einsehbar.

Ralph Tiesler, Vizepräsident des Bundesamtes, lobt das Informationsportal: "Returning from Germany hat sich in kurzer Zeit zu einer bedeutenden Quelle für die Informationsgewinnung im Bereich der freiwilligen Rückkehr etabliert. Mit der konsequenten Weiterentwicklung des Informationsportals setzen wir unseren Anspruch, bundesweit eine qualitativ hochwertige Informationsbasis zur freiwilligen Rückkehr zu bieten, weiter erfolgreich um."

Monica Goracci, Direktorin von IOM Deutschland, erklärt: "Das positive Feedback der Rückkehrberatungsstellen hat gezeigt, wie hoch der Bedarf für ein umfassendes, zentrales Informationsangebot im Bereich freiwilliger Rückkehr ist. Durch die enge Einbindung der Beraterinnen und Berater möchten wir das Infoportal nun kontinuierlich verbessern, damit es genau den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer entspricht. Die Fachtagung war dazu der erste Schritt und wir freuen uns, die daraus hervorgegangen Vorschläge umzusetzen."

Zum Abschluss der Pilotphase trafen sich auf Einladung von IOM und BAMF am 1. und 2. August zentrale Akteure und Partner aus dem Bereich der freiwilligen Rückkehr zu einer Fachtagung, um gemeinsam konkrete Erweiterungen des Infoportals zu erarbeiten. Über 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland diskutierten über Formen und Möglichkeiten der digitalen Informationsvermittlung im Bereich der freiwilligen Rückkehr. Dabei begrüßten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor allem die direkte Ansprache der Migrantinnen und Migranten und betonten, wie wichtig die Übersetzung in weitere Sprachen ist, die noch für dieses Jahr geplant ist. Neben Deutsch und Englisch werden weitere sieben Sprachen hinzukommen.

Informationen vor Ort: standardisiert, neutral, ergebnisoffen

Ergänzt wird die Internetseite durch weitere Angebote des Bundesamtes, der IOM sowie der mit der IOM zusammenarbeitenden Wohlfahrtsverbände. An allen BAMF-Standorten werden erste Rückkehrinformationen angeboten und dabei auch auf die individuelle Rückkehrberatung der Länder und der Wohlfahrtsverbände verwiesen. Standardisiert, neutral, ergebnisoffen und direkt vor Ort werden dabei umfassende Informationen zur freiwilligen Rückkehr in einem kurzen Gespräch an alle Antragstellenden – unabhängig von Herkunftsland oder Bleibeperspektive – ausgegeben. Dies beinhaltet allgemeine Hinweise auf die verschiedenen Fördermöglichkeiten, wie etwa das bereits seit Jahren laufende REAG/GARP-Programm des Bundes oder das neue Programm StarthilfePlus, sowie auf weitergehende, individuelle Beratungsmöglichkeiten durch Rückkehrberatungsstellen.

Die Rückkehrinformation des BAMF informiert und ergänzt so die Rückkehrberatung der Bundesländer und Wohlfahrtsverbände, ersetzt sie aber nicht. Ziel ist es, neu ankommenden Asylbewerbern flächendeckend und frühzeitig einen kurzen Überblick über ihre Möglichkeiten zur freiwilligen Rückkehr und Reintegration im Herkunftsland zu geben. Eine detaillierte und individuelle Beratung kann dann durch die Rückkehrberatungsstellen gegeben werden.

Informationen am Telefon: effektive Ergänzung

Bereits seit Februar 2017 bietet das Bundesamt über seine Rückkehrhotline telefonischen Informationsservice rund um die freiwillige Rückkehr. Unter der zentralen Rufnummer 0911/943-0 kann die Rückkehrhotline von Montag bis Freitag zwischen 9 und 15 Uhr in deutscher und englischer Sprache erreicht werden. Die Rückkehrhotline bietet themenübergreifend fachkundige Auskünfte zur freiwilligen Ausreise und bestehenden Förderprogrammen und ist somit als dritter Kanal der Informationsvermittlung eine effektive Ergänzung der Internetseite www.ReturningfromGermany.de und der Rückkehrinformationen an den BAMF-Standorten.

Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Zusatzinformationen

Zum Thema

Flyer Beratungshilfe zur Freiwilligen Rückkehr

Flyer: Freiwillige Rückkehr

Der Flyer gibt einen Überblick über die Möglichkeiten der freiwilligen Rückkehr: Beratungsangebote, Rückkehr- und Reintegrationsprogramme.

Mehr: Flyer: Freiwillige Rückkehr …

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