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Muslimisches Leben in Deutschland 2019

Das Forschungszentrum des Bundesamtes führt das Projekt "Muslimisches Leben in Deutschland 2019 (MLD 2019)" durch. Mit diesem sollen aktuelle Erkenntnisse über die in Deutschland lebende muslimische Bevölkerungsgruppe gewonnen werden. Hierfür ist es vorgesehen, insgesamt 5.200 Personen zu befragen.

Aktuelle Erkenntnisse über die Muslime in Deutschland

Die Studie "Muslimisches Leben in Deutschland 2019" wird im Auftrag der Deutschen Islam Konferenz durchgeführt und verfolgt mehrere Ziele. Zum einen sollen belastbare Informationen über die religiöse Alltagspraxis von Muslimen sowie Erkenntnisse zu Aspekten ihrer Integration gewonnen werden. Zum anderen wird eine neue Hochrechnung über die Zahl der Muslime sowie eine Analyse der Sozialstruktur erfolgen.
Um eine Einordnung der Ergebnisse zu ermöglichen, sind Vergleiche mit anderen gesellschaftlichen Gruppen vorgesehen. So sollen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Muslimen und Angehörigen anderer Religionsgruppen aus den gleichen Herkunftsländern sowie Deutschen ohne Migrationshintergrund erforscht werden.
Durch einen Vergleich mit den Ergebnissen von MLD 2008 können außerdem Veränderungen aufgezeigt werden, die sich im letzten Jahrzehnt innerhalb der muslimischen Bevölkerungsgruppe vollzogen haben.

Berücksichtigung von Personen aus verschiedenen muslimisch geprägten Herkunftsländern

Um der Vielfalt des muslimischen Lebens in Deutschland gerecht zu werden, werden sowohl Einwanderer aus verschiedenen muslimisch geprägten Herkunftsregionen als auch deren in Deutschland geborene Nachkommen befragt. Geplant ist, im zweiten Halbjahr 2019 insgesamt 4.600 Interviews mit Männern und Frauen, die aus der Türkei, Südosteuropa, Nordafrika sowie dem Nahen und Mittleren Osten stammen, zu führen. Des Weiteren werden rund 600 deutsche Staatsangehörige ohne Migrationshintergrund als Vergleichsgruppe interviewt.

Neues methodisches Verfahren

Im Unterschied zu den beiden Vorgängerstudien aus den Jahren 2008 und 2016 werden die quantitativen Daten diesmal nicht telefonisch, sondern in computergestützten Face-to-Face-Interviews (CAPI) erhoben. Die Stichprobe wird dabei in einem mehrstufigen Verfahren bundesweit aus verschiedenen Einwohnermeldeämtern gezogen. Unter der Anwendung des onomastischen Verfahrens wird eine Zufallsauswahl unter den dort registrierten Personen getroffen, deren Name vermuten lässt, dass sie zur Zielgruppe gehören. Wird diese Annahme durch ein Vorinterview bestätigt, wird die Person weiter befragt.

Die Veröffentlichung erster Ergebnisse ist für das Jahr 2020 geplant.

Datum 22.05.2018

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Migrations- und Integrationsforschung
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