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Aktuelle Projekte des Europäisches Migrationsnetzwerks

Studien im Rahmen des Europäischen Migrationsnetzwerks (EMN)

Ziel des Netzwerks ist es, objektive, zuverlässige und vergleichbare Informationen aus dem Bereich Migration und Asyl auf europäischer und nationaler Ebene zur Verfügung zu stellen, um sowohl Politik und Entscheidungsverfahren in der Europäischen Union zu unterstützen als auch die breite Öffentlichkeit zu informieren.

Mit Blick auf dieses Ziel erstellt die Nationale Kontaktstelle unter anderem die im EMN gemeinsam vereinbarten nationalen Studien sowie einen jährlichen Politikbericht für Deutschland. Die wissenschaftlichen Arbeiten hierzu werden in der Forschungsgruppe des Bundesamtes durchgeführt. Alle Aktivitäten der Kontaktstelle werden von der EU-Kommission kofinanziert.

Die EMN Studien 2018 befassen sich mit folgenden Themen:

  • Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration von Drittstaatsangehörigen
  • Den Auswirkungen von Visa-Liberalisierung auf die Zielstaaten
  • Der Anwerbung und Bindung internationaler Studierender und Forschender
  • Das vierte Studienthema wird im Herbst 2018 bestimmt werden

Die erste Studie stellt Maßnahmen und Instrumente zur Förderung der Arbeitsmarktintegration von Drittstaatsangehörigen (ausgenommen Geflüchtete) dar. Sie gibt einen Überblick über Integrationsmaßnahmen im Allgemeinen und informiert über spezifische Maßnahmen zur Erleichterung der Arbeitsmarktintegration. Dabei geht die Studie auch auf Programme und Maßnahmen aus dem Privatsektor ein. Der Fokus der Studie liegt auf niedrig qualifizierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie auf Fachkräften.

Die zweite Studie gibt einen vergleichenden Überblick über die Erfahrungen, die die EU-Mitgliedstaaten und Norwegen mit der Liberalisierung von Visabestimmungen seit 2008 gemacht haben. Sie nimmt kurz- und langfristige Tendenzen nach der Abschaffung des Visumserfordernisses in den Mitgliedstaaten in den Blick und berücksichtigt bestehende Verbindungen zwischen den Herkunfts- und Zielstaaten. Auch die maßgeblichen Statistiken und Gesetzesänderungen infolge von Visaliberalisierungen werden analysiert. Weiter beschäftigt sich die Studie mit Maßnahmen, die getroffen wurden um den Missbrauch von Visumsfreiheit zu bekämpfen und benennt Herausforderungen und bewährte Praktiken. 

Die dritte Studie nimmt internationale Studierende und Forschende aus Drittstaaten (außer Geflüchtete) in den Blick und betrachtet Anwerbeinstrumente sowie Rahmenbedingungen, die für ihren Verbleib in Deutschland relevant sind. Sie gibt Auskunft über Herausforderungen und Chancen von internationalen Studierenden und Forschenden, auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland Fuß zu fassen. Darüber hinaus werden Aufnahmebedingungen, Auswahlkriterien sowie Erfahrungen mit bilateralen und multilateralen Kooperationen mit den Herkunftsländern benannt. Der Fokus liegt dabei auf Maßnahmen und Veränderungen seit der letzten EMN-Studie zum Thema aus dem Jahr 2012 sowie auf der Umsetzung der europäischen REST-Richtlinie (RL (EU) 2016/801).

Die EMN-Studien 2017 befassten sich mit: 

  • der Identitätsfeststellung im Migrationsprozess
  • Maßnahmen der Mitgliedstaaten in Reaktion auf die variierende Anzahl von Asylsuchenden in den Jahren 2015 und 2016
  • dem Einfluss europarechtlicher Regelungen auf die Wirksamkeit von Rückkehrmaßnahmen in den Mitgliedstaaten
  • unbegleiteten Minderjährigen nach dem Asylverfahren

Das EMN führte Jahr 2017 vier Studien durch. Die erste Studie beschäftigte sich mit der Identitätsfeststellung im Kontext der Einwanderung in die einzelnen Mitgliedstaaten, sei es im Asylverfahren, bei der Beantragung von Aufenthaltstiteln zu anderen Zwecken oder im Kontext irregulärer Migration. Die Studie soll Erfahrungen und Herausforderungen in den Mitgliedstaaten sowie Kooperationsmöglichkeiten bei der Identitätsfeststellung und Dokumentenprüfung identifizieren. 

Die zweite Studie analysierte, mit welchen Maßnahmen die Mitgliedstaaten auf die Veränderungen in der Anzahl von Asylsuchenden in den Jahren 2015 bis 2016 reagiert haben. Dabei werden Veränderungen im Asylverfahren, bei der Grenzkontrolle, der Unterbringung und Integration von anerkannten Schutzberechtigten sowie bei der (freiwilligen) Rückkehr berücksichtigt. 

Die dritte Studie analysierte den Einfluss von europarechtlichen Regelungen auf Rückkehrmaßnahmen der Mitgliedstaaten. Die Studie gibt einen Überblick über Maßnahmen der Mitgliedstaaten zur Rückkehr und die Bedeutung der europarechtlichen Vorgaben für diese. 

Die vierte Studie schließlich betrachtete den Umgang von Mitgliedstaaten mit unbegleiteten Minderjährigen nach dem Abschluss des Asylverfahrens. Sie beleuchtet Herausforderungen und Maßnahmen sowohl nach der Zuerkennung eines Aufenthaltsstatus als auch nach dessen Ablehnung.

Die EMN-Studien 2016 befassten sich mit:

  • Umgang mit abgelehnten Asylbewerbern,
  • Resettlement, humanitären Aufnahmeprogrammen sowie privaten Verpflichtungserklärungen,
  • rechtlichen Voraussetzungen für einen Familiennachzug
  • irregulärer Beschäftigung von Drittstaatsangehörigen.

Im Jahr 2016 führte das EMN vier Studien durch. Die erste Studie untersucht Ansätze zum Umgang mit abgelehnten Asylbewerbern. Dazu wurden zum einen die vorhandenen rechtlichen und verwaltungspraktischen Richtlinien beleuchtet und zum anderen ein Überblick über die Erfahrungen und bewährten Maßnahmen beim Auftreten verschiedener Hindernisse bezüglich der freiwilligen sowie zwangsweisen Rückkehr der abgelehnten Asylbewerber gegeben.

Die zweite Studie gibt einen umfangreichen Überblick zum Thema Resettlement, zu humanitären Aufnahmeprogrammen sowie der Möglichkeit, im Rahmen von Länderaufnahmeprogrammen Angehörige über Verpflichtungserklärungen nach Deutschland einreisen zu lassen. Dabei geht es um die beteiligten Akteure, die Organisationsstruktur und die zentralen Charakteristika der einzelnen Programme sowie um die Umsetzung von administrativen und gesetzlichen Vorgaben. Darüber hinaus werden sowohl Herausforderungen und Hindernisse als auch bewährte Praktiken und Erfahrungsberichte beschrieben.

Die dritte Studie befasst sich mit dem Thema Familiennachzug. Ziel der Studie ist es, die rechtlichen Voraussetzungen zum Nachzug der Familie abzubilden und gleichzeitig zu untersuchen, wie die von der Europäischen Union gegebenen Mindeststandards interpretiert und umgesetzt werden. Darüber hinaus beschäftigt sich die Studie mit den Auswirkungen der Familienzusammenführung sowohl auf den Integrationsprozess als auch auf die Verhinderung von Zwangsheirat. Im Fokus stehen legal aufhältige Drittstaatsangehörige sowie Geflüchtete, die subsidiären Schutz genießen.

Die vierte Studie gibt einen Überblick über die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen zur Verhinderung und Aufdeckung von irregulärer Beschäftigung von Drittstaatsangehörigen, über die Wirtschaftssektoren, in denen Migrantinnen und Migranten irregulär beschäftigt werden, über die Sanktionsmöglichkeiten von Arbeitgebern sowie den irregulär Beschäftigten. Die Studie umfasst dabei sowohl die illegale Beschäftigung von unerlaubt aufhältigen Drittstaatsangehörige, als auch die illegale Beschäftigung von legal aufhältigen Drittstaatsangehörigen, was auch eine Beschäftigung außerhalb des mit dem jeweiligen Aufenthaltstitel einhergehenden Erwerbszwecks einschließt.

Die EMN-Studien 2015 befassten sich mit:

  • Bestimmung von Fachkräfteengpässen und Fachkräftebedarfen in Deutschland
  • Informationsvermittlung über freiwillige Rückkehrmöglichkeiten für irregulär aufhältige Drittstaatsangehörige,
  • Integrations- und Unterstützungsleistungen für Personen, die internationalen oder humanitären Schutz genießen
  • Möglichkeiten des Spurwechsels von einem Aufenthaltsstatus zum anderen

Im Jahr 2015 erstellte das EMN vier Studien. Die erste Studie rekonstruiert wichtige Aspekte und Grundannahmen des Diskurses um aktuelle Fachkräfteengpässe und künftige Fachkräftebedarfe in Deutschland. Sie gibt zudem einen Überblick über die wichtigsten Variablen und Berechnungsgrundlagen zur Bestimmung und zur weiteren Beobachtung von Fachkräfteengpässen und Fachkräfteressourcen.

Die zweite Studie untersucht, welche Akteure über welche Vermittlungskanäle welche Informationen über freiwillige Rückkehrmöglichkeiten an irregulär aufhältige Drittstaatsangehörige vermitteln. Dabei werden sowohl ein Überblick zum Umfang und zur Struktur der Bevölkerung der irregulär aufhältigen Drittstaatsangehörigen sowie zu freiwilligen und zwangsweisen Ausreisen in Deutschland gegeben als auch die rechtlichen Rahmenbedingungen dargestellt.

Die dritte Studie beschreibt die rechtlichen und verwaltungspraktischen Rahmenbedingungen von Integrations- und Unterstützungsleistungen, die Drittstaatsangehörigen zur Verfügung stehen, die in Deutschland internationalen oder humanitären Schutz genießen. Im Fokus stehen dabei Leistungen, die den Zugang zum Arbeitsmarkt ermöglichen. Es werden darüber hinaus aber auch Unterstützungsleistungen untersucht, die z. B. Sprach- und Orientierungskurse, den Zugang zu Bildung und Ausbildung, die Anerkennung von Bildungs- und Berufsabschlüssen im Herkunfts- oder einem Drittstaat, den Bezug von Sozialleistungen sowie den Zugang zum Wohnungsmarkt umfassen.

Die vierte Studie beschäftigt sich mit den Möglichkeiten für in Deutschland legal aufhältige Drittstaatsangehörige von einem Aufenthaltstitel in einen anderen zu wechseln, ohne vorher das Land verlassen zu müssen, um sich für den neuen Aufenthaltstitel zu bewerben. Die Studie umfasst dabei alle möglichen Statusgruppen wie z. B. internationale Studierende, die nach Beendigung ihres Studiums einen Beruf aufnehmen, selbständige Drittstaatsangehörige, die in eine abhängige Beschäftigung wechseln oder Asylsuchende, die zu Arbeitsmigranten werden oder ihren Status über eine Familienzusammenführung wechseln etc.

Die EMN-Studien 2014 befassten sich mit:

  • Wirksamkeit von Wiedereinreisesperren und Rückübernahmeabkommen
  • Abschiebungshaft und Alternativen zur Abschiebungshaft
  • Unbegleiteten Minderjährigen
  • Mobilitätsbestimmungen für Selbstständige und Investoren aus Drittstaaten

Im Jahr 2014 erstellte das EMN vier Fokusstudien. Die erste Fokusstudie stellt die gesetzlichen Grundlagen, die Verfahrensweise bei (Wieder-)Einreisesperren für Drittstaatsangehörige sowie den Umfang und die Struktur der an bundesdeutschen Grenzen festgestellten Personen mit (Wieder-)Einreisesperre dar. Darüber hinaus werden die vorhandenen Rückübernahmeabkommen benannt und deren Umfang und Inanspruchnahme aufgezeigt. 

Die zweite Fokusstudie beschreibt die rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen von Abschiebungshaft und den Alternativen zur Abschiebungshaft. Desweiteren werden sowohl die Organisations- und Verfahrensstrukturen auf Bundes- und Landesebene beschrieben, als auch die Haftbedingungen in den speziellen Abschiebungshafteinrichtungen und Abschiebungshaftabteilungen von Justizvollzugsanstalten aufbereitet. 

Die dritte Fokusstudie untersucht die aufenthalts- und sozialrechtliche Situation von unbegleiteten Minderjährigen sowie die Organisation ihrer Unterbringung, Integration und (freiwilligen) Rückkehr. Darüber hinaus werden die Übergangsphase zur Volljährigkeit sowie die damit einhergehenden aufenthaltsrechtlichen Konsequenzen analysiert. 

Die vierte Fokusstudie beschäftigt sich mit den Mobilitätsbestimmungen für Selbständige und Investoren aus Drittstaaten, wobei die institutionellen Rahmenbedingungen für ausländische Investoren und Unternehmer im Vordergrund der Analyse stehen.

Datum 23.01.2017

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