BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Projekt des Monats - Begegnung am Küchentisch

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Begegnung am Küchentisch

Integrationsprojekt des Monats September

Datum 27.09.2017

Im Modellprojekt "Kitchen on the Run" macht ein mobiler Küchencontainer Begegnung da möglich, wo sie dringend gebraucht wird: zwischen Geflüchteten und Beheimateten.

Projekt des Monats September: Kitchen on the Run

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Ein blauer Schiffscontainer steht mitten auf dem Kirchplatz im ostwestfälischen Brackwede. Draußen regnet es, drinnen wird unter leuchtenden Lampions und zu entspannter Musik gekocht, gespült, gelacht und eine lange Dinner-Tafel liebevoll eingedeckt. So ungewöhnlich wie das Setting einer Küchenparty auf dem Kirchplatz ist auch die Gruppe, die im Container gemeinsam den Abend verbringt: Rund 20 Menschen aus sechs verschiedenen Nationen, im Alter von fast drei bis hin zu über 50 Jahren.

Kennenlernen auf Augenhöhe

Sie alle sind Teil des vom Bundesamt geförderten Projekts "Kitchen on the Run", das Geflüchtete und Beheimatete da zusammenzubringen will, wo es am gemütlichsten ist: am Küchentisch. "Mit unserem mobilen Küchencontainer reisen wir durch Deutschland und Europa und organisieren Kochveranstaltungen, an denen sich Geflüchtete und Beheimatete kennenlernen können - in einer lockeren, leichten und unbelasteten Atmosphäre", erklärt Agnes Disselkamp, eine der drei Projektverantwortlichen.
Der mit viel Liebe zum Detail eingerichtete Container bietet die perfekte Kulisse für die Kochabende. "In den Flüchtlingsunterkünften gibt es kaum eine Möglichkeit Gäste einzuladen", macht Agnes deutlich. "In unserem Container können die Geflüchteten auch mal Gastgeber sein und den Menschen, die hier schon lange Zuhause sind, auf Augenhöhe begegnen."


Gefüllte Weinblätter und Köfte, Rotkohl und Rouladen

Kulinarisch bringt sich an den Kochabenden jeder gleichermaßen ein. Gekocht werden Rezepte, die sowohl Geflüchtete als auch Beheimatete mitbringen. An diesem Abend stehen so neben gefüllten Weinblättern und Köfte auch Rotkohl und Rouladen auf dem Tisch.
Um die während des Abends frisch geknüpften Kontakte nachhaltig pflegen zu können, lädt das Team von "Kitchen on the Run" alle Teilnehmenden am Ende jeder Kochbegegnung in eine Facebook-Gruppe ein.

Zwei Frauen und ein Mann sitzen vor dem Küchencontainer von "Kitchen on the run"Daniel Schoon, Agnes Disselkamp und Ina Peppersack (v.l.) tourten von Mai bis September mit dem Küchencontainer durch Deutschland. Quelle: BAMF

Eine Idee, die Kreise zieht

Die Idee einer Begegnung am Küchentisch kommt an. "Bereits an unserer ersten Station in Frankfurt waren alle Kochabende nach einem halben Tag komplett ausgebucht", sagt Agnes. An jedem Standort gibt es deswegen auch offene Picknicks oder Spielenachmittage für diejenigen, die keinen Platz mehr für die Kochabende erhalten haben. Rund 2000 Menschen hat "Kitchen on the Run" von Mai bis September an vier Standorten bundesweit schon erreicht.

Damit es auch dann weitergeht, wenn der blaue Container den Brackweder Kirchplatz wieder verlässt, hat das Team von "Kitchen on the Run" vorgesorgt: Unter dem Motto "Brackwede kocht über den Tellerrand" haben sie eine Gruppe Ehrenamtlicher und Geflüchteter zusammengebracht, die auch nach der Abreise des Containers weiter gemeinsame Kochabende auf die Beine stellen möchte. Wie gut das funktioniert, zeichnet sich an den Standorten ab, die der Container in den Wochen zuvor bereist hat. "Als wir hier in Brackwede mit unserem Container aufgeschlagen sind, fanden in Wismar und Lörrach schon die ersten Kochabende ohne uns statt", erzählt Agnes, "Unsere Idee zieht jetzt schon Kreise."

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Der interkulturelle Kalender des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge zeigt die Vielfalt von Feier- und Gedenktagen verschiedener Religionen und Kulturen, die in Deutschland gemeinsam leben. Daher enthält der Interkulturelle Kalender neben den bedeutendsten Feiertagen aus Christentum, Judentum, Islam, Hinduismus, der Sikhs und Jesiden auch gesetzliche und sonstige Gedenktage verschiedener kultureller Traditionen.

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