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Lisa Marie Schmidt bei #BAMFzeigtGesicht

Datum 05.12.2017

Zum heutigen internationalen Tag des Ehrenamts fragt unser Auszubildender Kay Rackow seine Mitauszubildende Lisa Marie Schmidt, warum sie sich neben ihrer Ausbildung ehrenamtlich in ihrer Heimatstadt Burg in Sachsen-Anhalt engagiert.

Eine Frau und ein Mann sitzen vor einer Wand mit GraffitisKay Rackow (rechts) interviewt seine Mitauszubildende Lisa Marie Schmidt Quelle: BAMF

Ich habe von dir erfahren, dass du dich schon länger ehrenamtlich engagierst. Was hat dich dazu bewegt und was machst du genau?

"Ich hatte schon immer das Bedürfnis, anderen Menschen zu helfen – egal ob Kinder oder Ältere. Ich entschied mich während meiner Schulzeit für das Wahlfach 'soziales Engagement', eben weil mich die Arbeit mit Menschen interessiert und begeistert. Durch den Tipp meiner Freundin habe ich den 'Kinderclub International' in Burg kennengelernt und mich dort beworben. Die Arbeit hat mir sehr viel Spaß gemacht, deswegen bin ich geblieben und engagiere mich bis heute weiterhin freiwillig dort. Ich betreue Kinder, die hauptsächlich aus geflüchteten Familien kommen. Nebenbei lerne ich so auch die Sorgen und Probleme von Menschen kennen, die erst seit kurzem in Deutschland leben und zum Beispiel Hilfe bei Behördengängen brauchen. Diese Erfahrungen machten mir klar, in welche Richtung mein beruflicher Werdegang gehen soll. Die Themen Flucht, Zuwanderung, Asyl und Integration interessieren mich, deswegen habe ich eine Ausbildung beim Bundesamt begonnen. Ich bin froh, dass es geklappt hat."

Was waren denn die schönsten Momente im Kinderclub bis jetzt?

"Allgemein kann ich sagen, dass meine schönsten Momente nicht zählbar sind. Aber um es auf den Punkt zu bringen: Das Beste und Schönste ist die Liebe und Dankbarkeit der Kinder. Man fühlt direkt, dass man etwas richtig macht. Stolz bin ich zudem darauf, dass der Kinderclub 2013 den Integrationspreis des Landes Sachsen-Anhalt erhalten hat."

Eine Frau steht vor einer Graffiti-WandNach ihrer Ausbildung beim Bundesamt möchte Lisa ein Fernstudium mit einem sozialpädagogischen Schwerpunkt absolvieren. Quelle: BAMF

Was nimmst du für dich persönlich mit?

"Vor meinem Engagement war ich ein ungeduldiger Mensch. Ich kann schon behaupten, dass mich die Erfahrung im Kinderclub wesentlich geduldiger gemacht hat. Ebenso hat es meinen Sinn für Verantwortung und mein Selbstvertrauen gestärkt. Hin und wieder kommt man bei dieser Tätigkeit zwar an seine Grenzen, aber die vielen positiven Reaktionen der Eltern und Kinder lassen einen gerne über den Stress hinweg sehen. Nach meiner Ausbildung beim Bundesamt möchte ich, nebenberuflich, ein Fernstudium mit einem sozialpädagogischen Schwerpunkt absolvieren. Gerne würde ich später selbst ein Projekt für Kinder auf die Beine stellen."

Würdest du auch anderen Menschen eine ehrenamtliche Arbeit empfehlen?

"Auf jeden Fall! Jeder, der anderen Menschen etwas von seinem Glück abgeben mag, sollte sich ehrenamtlich engagieren. Geteiltes Glück verdoppelt sich, zumindest habe ich bisher diese Erfahrung gemacht."

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