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Diese Frauen forschen für das Bundesamt

Datum 09.02.2018

Der Frauenanteil in der Wissenschaft liegt in Deutschland bei 28 Prozent, im Forschungszentrum des Bundesamtes sind es circa 66 Prozent. Für #BAMFzeigtGesicht erzählen einige der Wissenschaftlerinnen, wie sie ihre Arbeit sehen.

Gruppenbild mit 11 Frauenv.l.: Özlem Konar, Dr. Anja Stichs, Dr. Susanne Schührer, Tabea Rösch, Andreea Baier, Dr. Nina Rother, Barbara Hess; hintere Reihe v. l. Jana Anna Scheible, Paula Hoffmeyer-Zlotnik, Maria Bitterwolf, Renate Leistner-Rocca Quelle: BAMF

Özlem Konar
M.A. Soziologie, Forschungsfeld I: Internationale Migration und Migrationssteuerung

"Für mich ist es wichtig, durch meine Arbeit zur Versachlichung von Debatten beizutragen, vor allem bei kontrovers diskutierten Migrationsthemen."


Dr. Anja Stichs
Dipl. Soziologin, Forschungsfeld II: Integration und gesellschaftlicher Zusammenhalt

"Im Forschungszentrum ist die Arbeit einerseits wissenschaftlich orientiert, andererseits aber auch sehr auf die Anwendbarkeit ausgerichtet. Ziel ist es, die Ergebnisse zu relevanten Themen auch für die Öffentlichkeit verständlich aufzubereiten. Dabei kann ich das jeweilige Projekt von der Datenerhebung bis zur Veröffentlichung begleiten. Das fordert meine verschiedenen Kompetenzen und macht das Arbeiten hier im Forschungszentrum für mich aus. Die Arbeit im Forschungszentrum des Bundesamtes ist die Erfüllung meines Berufswunsches. Ich arbeite an vielfältigen und interessanten Themen und dazu in einem Umfeld, in dem ich mich wohlfühle."



Dr. Susanne Schührer
empirische Sozialforscherin, Forschungsfeld II: Integration und Gesellschaftlicher Zusammenhalt

"Im Forschungszentrum führen wir wissenschaftliche Studien zu Themen durch, über die es noch kaum Informationen gibt. Wir bereiten die Daten auf und veröffentlichen sie, um die Ergebnisse der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ich untersuche vornehmlich das gesellschaftliche Zusammenleben und die Lebenssituation der Menschen, beispielsweise hinsichtlich des Migrationshintergrunds, der Bildung oder des Einkommens. Die Zahlen und Daten betrachten wir immer im jeweiligen Kontext und ordnen diese ein: Wer lebt hier, was läuft gut, welche Probleme gibt es, was könnten mögliche Lösungen sein."


Tabea Rösch
M.A. Kulturgeographie, Forschungsfeld III: Erwerbs- und Bildungsmigration

"Der Wunsch, wissenschaftlich zu arbeiten, kam für mich erst im Studium. Recherche und wissenschaftliche Texte schreiben, den Fragen auf den Grund gehen, es zu meinem Ding machen – das ist das, was ich möchte. Ich schätze auch den Umgang im Team, das aus jungen aber auch aus dienstälteren Mitarbeitenden besteht und für Austausch immer offen ist."


Andreea Baier
M.A.Politik- und Sozialwissenschaft, Forschungsfeld II: Integration und Gesellschaftlicher Zusammenhalt

"Als Doktorandin im Forschungszentrum finde ich besonders spannend, zwei Perspektiven zu erleben. Die Praxis einer Behörde und die der Wissenschaft. Hier bin ich viel näher an der öffentlichen Debatte. Ich kann aber gleichzeitig meine fachliche Kompetenz und mein Interesse einbringen und aktiv Themen setzen."


Dr. Nina Rother
empirische Sozialforscherin, Referatsleiterin Forschungsfeld II: Integration und gesellschaftlicher Zusammenhalt

"Mir gefällt die Idee des Forschungszentrums, etwas zu produzieren, das von der Politik umgesetzt wird. Wir erarbeiten Handlungsempfehlungen auf Grundlage der Analysen und beeinflussen somit auch langfristig die öffentlichen Diskussionen. Wir stoßen mit unserer Arbeit Denkprozesse für Veränderungen an.
Das Forschungszentrum hat einen interdisziplinären Schwerpunkt. Hier arbeiten Menschen aus zehn oder elf verschiedenen Disziplinen eng zusammen. Das Schöne ist, die Wertschätzung von jedem Einzelnen mit seinen Stärken und Kompetenzen über die Forschungsreferate hinweg."


Renate Leistner-Rocca
Juristin, Leiterin des Forschungszentrums Migration, Integration und Asyl

Eine Frau sitzt an einem Tisch.Renate Leistner-Rocca, Leiterin des Forschungszentrums Quelle: BAMF|T. Bickel

"Forschung hat vor allem die Aufgabe, aussagekräftige und belastbare Informationen zu liefern; wir finden natürlich nicht immer ganz neue und überraschende Erkenntnisse; aber für Entscheidungsträger ist es wichtig, zu wissen, was eine bloße Vermutung ist nach dem Motto `das sagt einem doch der gesunde Menschenverstand` und was wirklich wissenschaftlich fundiert erforscht wurde und als verlässliche Basis für Entscheidungen dienen kann.
Ich bin ein sehr neugieriger Mensch; ich glaube, ich habe meine früheren Vorgesetzten manchmal etwas genervt mit der Aussage ´da wissen wir zu wenig, das muss man erst mal genauer analysieren´ – vielleicht war das der Grund, warum mir dann die Leitung des Forschungszentrums übertragen wurde, wofür ich übrigens sehr dankbar bin."


Maria Bitterwolf
M.A. Internationale Migration und Interkulturelle Beziehungen, Forschungsfeld I: Internationale Migration und Migrationssteuerung

"Das Forschungszentrum im Bundesamt vereint viel: anwendungsorientierte Forschung, aktuelle Bezüge, unterschiedliche Perspektiven. Hier kann ich einer Frage über einen längeren Zeitraum intensiv nachgehen und das in direktem Kontakt mit den Akteuren oder den Geflüchteten, mit denen ich Interviews führe.
Dazu schätze ich die Möglichkeit, etwas zu bewegen. Ich habe das Gefühl, dadurch, dass wir zum Beispiel Probleme aufzeigen und beraten, etwas im Kleinen verändern zu können."

Jana Anne Scheible
M.Sc. Soziologie und Sozialforschung, Forschungsfeld II: Integration und gesellschaftlicher Zusammenhalt

"An der Arbeit im Forschungszentrum finde ich spannend, dass ich hier das Gefühl habe, nah am aktuellen Geschehen dran zu sein. Die Datenerhebung erlebe ich aus erster Hand, so bekomme ich ein tieferes Verständnis für die Themen Migration und Integration."

Paula Hoffmeyer-Zlotnik
M. Sc. EU Politics, Forschungsfeld I: Internationale Migration und Migrationssteuerung

"Die Studien, die ich für das Europäische Migrationsnetzwerk schreibe, sind für mich die perfekte Kombination aus Politik und Recht. Mich interessieren die analytischen und die praktischen Strukturen, die hinter einem Thema stecken. Was bestimmt worüber, und was bedeutet es für wen?
Generell finde ich, es bedarf einer Förderung von Frauen und Mädchen in der Wissenschaft. Es gibt viele Frauen, die studieren. Die Zahl derer, die promovieren, ist schon geringer, und bei den langfristig in der Wissenschaft Tätigen sind Frauen deutlich in der Minderheit. Es ist gesellschaftlich und durch die Politik noch nicht alles getan, dass Frauen wirklich gleichberechtigt alle Möglichkeiten haben."

Weitere Informationen zum Forschungszentrum des Bundesamtes oder zu Frauen in der Wissenschaft stehen über die Links in der rechten Spalte zur Verfügung.

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Wichtige Mitteilung

Erklärfilm: Blockchain@BAMF

Mit Blockchain arbeitet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) im Asylprozess mit einer Technologie, die behördenübergreifende Abläufe datensicher, transparent und effektiv strukturieren kann.

Was genau bedeutet die Blockchain-Technologie? Welche Einsatzmöglichkeiten gibt es für das Bundesamt? Diese und weitere Fragen werden in dem Erklärfilm erläutert. Zu dem Film gelangen Sie über den folgenden Link:

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