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Flüchtlingsschutz in Deutschland

Im europäischen Vergleich erhalten Flüchtlinge in Deutschland überdurchschnittlich oft Asyl und Flüchtlingsschutz. Dies zeigen Erhebungen der EU-Statistikbehörde Eurostat. Im Jahr 2009 erhielten 33,8 Prozent aller Asylbewerber einen Aufenthaltstitel in Deutschland, 2008 waren es sogar 37,7 Prozent. Bei der Schutzgewährung spielen europäische Regelungen eine immer größere Rolle. Eine neu erschienene Studie des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, der nationalen Kontaktstelle des Europäischen Migrationsnetzwerks, gibt Aufschluss über nationale und europäische Schutzformen.
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Migrationsbericht 2008 veröffentlicht
Das Bundeskabinett hat am 03.02.2010 den vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erarbeiteten Migrationsbericht 2008 verabschiedet. Der Bericht gibt einen Überblick über das Migrationsgeschehen in Deutschland und Europa. Neben einer detaillierten Darstellung der verschiedenen Migrationsarten, geht der Bericht auf die Abwanderung von Deutschen und Ausländern ein und informiert über die Struktur der ausländischen Bevölkerung sowie der Bevölkerung mit Migrationshintergrund.
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Pressemitteilungen
08.03.2010
Lehrkräfte mit Migrationshintergrund sind für Schüler und Eltern mit Zuwanderungsgeschichte besonders glaubwürdige Partner bei der Integration. Deshalb ist es wichtig, die Zahl dieser Lehrkräfte zu erhöhen. Wie dies am besten gelingt, diskutierten Experten beim ersten bundesweiten Kongress "Lehrkräfte mit Migrationshintergrund: Potenziale gewinnen, Ausbildung begleiten, Personalentwicklung gestalten" am 8. und 9. März 2010 in Paderborn.
04.03.2010
Im Februar 2010 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2.361 Asylerstanträge gestellt. Die Zahl der Asylbewerber sank damit im Vergleich zum Vormonat um 298 Personen (-11,2 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar 2009 stieg die Zahl der Asylbewerber dagegen um 425 Personen (22,0 Prozent).
Viele Hoffnungen in die deutsche Sprache gesetzt
Seit 2005 bietet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge auch spezielle Integrationskurse zur Alphabetisierung an. Ein Großteil der Teilnehmenden ist weiblich, stammt aus der Türkei oder Asien, ist vor 2002 eingewandert und fühlt sich mit Deutschland stark verbunden. Wie sich die Ausgangslage dieser Menschen zu Beginn ihres Alphabetisierungskurses genau darstellt erfahren Sie hier.
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Willkommen in Deutschland

Die Broschüre "Willkommen in Deutschland" wendet sich in erster Linie an Neuzuwanderer.
Sie enthält erste Informationen für alle wichtigen Lebensbereiche wie Wohnung, Arbeit und Schule. Vor allem jedoch finden Sie hier Ansprechpartner und Kontaktstellen, die Ihnen Antworten auf Ihre Fragen geben und Ihnen dabei helfen können, sich in Ihrer neuen Umgebung zurechtzufinden.
Auf den Internetseiten des Bundesministeriums des Innern steht diese Broschüre auch in englischer, türkischer, russischer, polnischer und arabischer Sprache zur Verfügung. Dort können Sie die Broschüre und ihre Anhänge auch in gedruckter Form bestellen.
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Veranstaltungen

Vor dem Hintergrund der zunehmenden demographischen Bedeutung von Migrantinnen und Migranten in Deutschland findet am 10. und 11. Mai 2010 im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die Konferenz "Demographie von Migranten in Deutschland" statt. Ziel dieser Tagung, zu der zahlreiche nationale und internationale Gäste erwartet werden, ist es, das aktuelle demographische Verhalten von Migrantinnen und Migranten in Deutschland zu bestimmen und diese in einen internationalen Kontext zu stellen.
Die Forschungsgruppe des Bundesamtes führt diese Tagung in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Demographie e.V. (DGD) durch.
Migrantenorganisationen haben eine wichtige Rolle im Integrationsprozess und engagieren sich in vielfältiger Weise. Hier werden Menschen mit Migrationshintergrund aktiv und bringen ihre unterschiedlichen Kompetenzen bedarfsorientiert ein. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge als zentraler Ansprechpartner für Fragen der Integrationsförderung organisiert am 07.05.2010 im Bundesamt eine Fachtagung mit Vertretern von Migrantenorganisationen, Wohlfahrtsverbänden und verschiedener Ministerien. Weitere Informationen über Themen, Inhalte und Ansprechpartner erhalten Sie hier.

Zum feierlichen Anlass der Unterzeichnung des deutsch-spanischen sowie des deutsch-griechischen Anwerbeabkommens vor 50 Jahren führt das Bundesamt am 29. und 30. März 2010 die Tagung "Anwerbung, Integration und Rückkehr -Arbeitsmigranten in der Bundesrepublik Deutschland seit den späten 1950er Jahren" durch.
Weitere Veranstalter sind das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien IMIS der Universität Osnabrück und das Departamento de Historia Contemporánea der Universidad Complutense de Madrid. Der Schwerpunkt der Tagung liegt auf verschiedenen Aspekten der Anwerberpolitik (auch in europäischer Perspektive), Rückwirkungen in den Herkunftsländern, dem Arbeitsmarkt und Auswirkungen der Zuwanderung in den Städten.
Clearingstelle Präventionskooperation
Die Clearingstelle Präventionskooperation ist eine bundesweite Koordinierungsinstitution, die als Geschäftsstelle einen Überblick über sämtliche Kooperationsprojekte zwischen Sicherheitsbehörden und muslimischen Organisationen anstreben und die Umsetzung dieser Projekte unterstützen soll. Sie wurde durch Beschlussfassung der 3. Plenarsitzung der Deutschen Islam Konferenz (DIK) am 13. März 2008 beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ins Leben gerufen.
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Projekt "XAusländer" soll Austausch ermöglichen
Bund und Länder haben das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit der Entwicklung eines Standards beauftragt, welcher den Austausch von Daten zwischen den Behörden in der Ausländerverwaltung erleichtern, die Neuerfassung von Daten deutlich reduzieren und die Wiederverwendung empfangener Daten in eigenen Fachanwendungen technisch ermöglichen soll. Diese Arbeiten bilden eine wichtige Voraussetzung für einen vereinfachten Nachrichtenaustausch zwischen den Ausländerbehörden.
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Publikationen

26.02.2010
Das Schwerpunktthema dieser Ausgabe befasst sich mit der Unionsbürgerschaft.
Aus dem Inhalt:
- EuGH: Recht auf Zugang zu einer Ausbildung begründet Recht auf Aufenthalt
- Reform des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte
- EU-Kommission befürwortet Beitrittsverhandlungen mit Island

27.01.2010
Die Studie "Vor den Toren Europas? Das Potenzial der Migration aus Afrika" liefert eine aktuelle und ausführliche Analyse der Faktoren, die auf dem afrikanischen Kontinent zukünftige Migrationen auslösen können.

11.02.2010
Im Entscheiderbrief 2/2010 behandelt die Rubrik Verfahren das Thema afghanischer Asylbewerber aus dem Blickwinkel der Europäischen Union, bereitet aktuelle Zahlen des EU-Statistik-Amtes über Asylantragstellungen in Europa auf und informiert über neue Bundesamtszuständigkeiten im Zusammenhang mit Reiseausweisen von Flüchtlingen. Die Rubrik Aktuelle Rechtsfragen unterrichtet über eine grundsätzliche Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zu Einbürgerung bei verfassungsfeindlichen Bestrebungen. Schließlich stellt eine Beilage (eigener Download) Wesentliches aus der Geschäftsstatistik des Bundesamtes für das Jahr 2009 vor.

11.02.2010
Aus der Geschäftsstatistik des Bundesamtes für das Jahr 2009.

03.02.2010
Der zweite Jahresbericht des Beirats für Forschungsmigration umfasst den Zeitraum 01. Dezember 2008 bis 30. November 2009. Er enthält Hinweise zum Verfahren zur Zulassung von Forschern aus Drittstaaten sowie zu seinen Aufgaben und seiner personellen Zusammensetzung. Der Beirat berichtet über die Schwerpunkte, mit denen er sich im Berichtszeitraum befasst hat, zu denen er beratend tätig war und Empfehlungen abgegeben hat.
21.01.2010
Das Jahresregister enthält eine Übersicht über die behandelten Themenbereiche der Entscheiderbriefe im Jahr 2009.
21.01.2010
Im Stichwortverzeichnis finden Sie eine Übersicht aller in den Entscheiderbriefen 2009 verwendeten Stichwörter.
21.01.2010
Dieses Abkürzungsverzeichnis enthält die in den Entscheiderbriefen häufiger verwendeten Abkürzungen im Jahr 2009.

18.10.2009
Das Working Paper "Zuwanderung von Hochqualifizierten aus Drittstaaten nach Deutschland" beinhaltet die Ergebnisse einer Befragung von hochqualifizierten Zuwanderern, die im Jahr 2008 zu ihrem sozioökonomischen Hintergrund, ihrer (Aus-)Bildung, ihrer beruflichen Situation, ihren Familien, ihren Wanderungsmotiven und ihren Rückkehrabsichten befragt wurden. Bei den Hochqualifizierten handelt es sich um Wissenschaftler mit besonderen fachlichen Kenntnissen, Lehrpersonen mit herausragenden Funktionen sowie Spezialisten oder leitende Angestellte, die einen Aufenthaltstitel nach § 19 AufenthG (Aufenthaltsgesetz) besaßen.

25.06.2009
Mit der Studie "Muslimisches Leben in Deutschland" des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge liegt die erste bundesweit repräsentative Datenbasis über Muslime vor. Sie gibt mit ca. 6.000 befragten Personen aus 49 muslimisch geprägten Herkunftsländern einen umfassenden Überblick über das muslimische Leben in Deutschland, insbesondere zu Anzahl der Muslime in Deutschland, Glaubensrichtungen, religiöse Praxis und verschiedenen Aspekten der Integration.
Sonja Haug, Stephanie Müssig, Anja Stichs