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IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten – Flucht, Ankunft in Deutschland und erste Schritte der Integration

Datum 15.11.2016
Typ Kurzanalyse

In der fünften Ausgabe der BAMF-Kurzanalysen werden Erkenntnisse aus der Befragung von 2.349 Geflüchteten der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten berichtet. Interviewt wurden erwachsene Geflüchtete, die vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Januar 2016 in Deutschland eingereist sind und einen Asylantrag gestellt haben, sowie ihre Haushaltsmitglieder.

Niedriges Sprachausgangsniveau, aber steigende deutsche Sprachkompetenz

90 Prozent der Geflüchteten hatten beim Zuzug keine Deutschkenntnisse, allerdings steigt das Niveau der Sprachkenntnisse nach Selbsteinschätzung der Befragten vergleichsweise schnell im Zeitverlauf. 18 Prozent der Geflüchteten, die noch keine zwei Jahre in Deutschland waren, stuften ihre deutschen Sprachkenntnisse als gut oder sehr gut ein und 35 Prozent als mittel. Von den Befragten, die länger als zwei Jahre in Deutschland waren, beläuft sich der Anteil mit guten oder sehr guten Deutschkenntnissen nach Selbsteinschätzung auf 32 Prozent und mit mittleren auf 37 Prozent. 

Häufig wurden schon Integrationskurse des BAMF besucht

Rund ein Drittel der Befragten gab zum Befragungszeitpunkt an, an den Integrationskursen des BAMF teilgenommen zu haben, 5 Prozent an den berufsbezogenen ESF-BAMF-Sprachkursen und 8 Prozent an den BA-Einstiegskursen oder anderen BA-Sprachprogrammen, 38 Prozent an nicht weiter spezifizierten Sprachkursen. Rund ein Drittel hat bisher an keinen Sprachprogrammen teilgenommen oder teilnehmen können. Schätzungen zeigen, dass jeweils ein positiver Zusammenhang zwischen dem Abschluss von Integrationskursen des BAMF, ESF-BAMF-Sprachkursen sowie den Sprachprogrammen der Bundesagentur für Arbeit (BA) und der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit besteht.

Hohe Zustimmung zu demokratischen Grundwerten

Die Geflüchteten zeigen in der Befragung eine hohe Zustimmung zu demokratischen Grundwerten. Jeweils über 90 Prozent der Geflüchteten halten die Demokratie für die beste Staatsform und freie Wahlen sowie den Schutz von Bürgerrechten für elementare Bestandteile von Demokratien. Nur eine klare Minderheit der Befragten stimmt der Aussage zu, dass man einen starken Führer braucht, der sich nicht um ein Parlament und freie Wahlen kümmern muss, oder ist der Auffassung, dass Religionsführer über die Auslegung der Gesetze entscheiden sollten.

Viele weitere Erkenntnisse

In der BAMF-Kurzanalyse 5/2016 werden diese und weitere Ergebnisse, so etwa zu den Themen Motive und Kosten der Flucht, Gründe für das Verlassen des Herkunftslandes sowie für die Wahl Deutschlands als Zielland, mitgebrachte Kompetenzen der Geflüchteten, Bildungsorientierung, Arbeitsmarkterfahrungen im Herkunftsland, Arbeitsmarktintegration in Deutschland, soziale Kontakte, Diskriminierungserfahrungen, Lebenszufriedenheit und Gesundheit, vorgestellt. 

Verfasserinnen und Verfasser der Kurzanalyse: Prof. Dr. Herbert Brücker, Dr. Nina Rother, Prof. Dr. Jürgen Schupp, Dr. Christian Babka von Gostomski, Axel Böhm, Dr. Tanja Fendel, Martin Friedrich, Juniorprof. Dr. Marco Giesselmann, PD Dr. Elke Holst, Dr. Yuliya Kosyakova, Prof. Dr. Martin Kroh, Dr. Elisabeth Liebau, Dr. David Richter, Agnese Romiti, PhD, Diana Schacht, Jana A. Scheible, Dr. Paul Schmelzer, Dr. Manuel Siegert, Dr. Steffen Sirries, Dr. Parvati Trübswetter und Dr. Ehsan Vallizadeh.

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