BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Aktuelle Meldungen - Asylzahlen und Halbjahresbilanz

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Asylzahlen und Halbjahresbilanz

Datum 08.07.2016

"Angestoßene Prozesse zeigen erste Ergebnisse, dennoch steht das Bundesamt weiter in hoher Verantwortung", so Frank-J. Weise bei der Bundespressekonferenz in Berlin. Dort hat er gemeinsam mit Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière die Asylzahlen für das erste Halbjahr 2016 vorgestellt.

In den ersten sechs Monaten 2016 hat das Bundesamt 283.000 Entscheidungen getroffen, das sind genauso viele wie im gesamten Jahr 2015.

Die Zahl der Anhörungen ist im Juni noch einmal um fast 80 Prozent auf mehr als 35.000 gestiegen. Diese Steigerung zeigt, dass die Verfahrensoptimierung und Personalaufstockungen wirken.

Arbeitsvolumen bleibt hoch

Anders als Anfang des Jahres geht das Bundesamt von weniger Verfahren aus, die 2016 insgesamt zu bearbeiten sind. Das liegt einerseits daran, dass die Zahl der in Deutschland Ankommenden aktuell geringer ist, als zu Jahresbeginn angenommen. Andererseits legen die bisherigen Antragszahlen in 2016 und die Schätzungen der Länder nahe, dass auch weniger Personen als angenommen noch keinen Asylantrag gestellt haben. 

Ein großer Teil der anhängigen Verfahren, die aktuell noch beim Bundesamt auf eine Entscheidung warten, bedürfen einer aufwendigen Bearbeitung durch erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Außenstellen. Das Arbeitsvolumen für das Bundesamt bleibt also hoch. 

Weise würdigt Leistungen der Belegschaft

Der Ausbau der Kapazitäten in der Antragsannahme ermöglicht es, mehr neue Verfahren anzulegen, als aktuell Personen ins Land kommen. So verringert sich die Zahl derjenigen, die bereits seit 2015 im Land sind und bislang noch keinen Antrag stellen konnten. Dadurch steigt automatisch die Zahl der anhängigen Verfahren (aktuell 500.000). Der sogenannte EASY-Gap wird bis Ende des Sommers geschlossen sein.

"Dass wir diese Zahlen bislang erreichen konnten, ist auch den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesamtes zu verdanken, die über Monate hinweg Höchstleistungen bringen", so Weise.

Im zweiten Halbjahr sollen alle Anträge aus 2015 und die 2016 neu gestellten abgebaut werden. Der Prozess der Digitalisierung des Asylverfahrens soll abgeschlossen werden. Zudem gilt es, den Übergang aus dem Asylverfahren in die Integration vorzubereiten.

Asylgeschäftsstatistik für Juni 2016

Im Juni 2016 wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge insgesamt 74.637 Asylanträge gestellt. Dies bedeutet einen Anstieg um 110,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat Juni 2015.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat im Juni 2016 über die Anträge von 51.757 Personen entschieden (Vorjahresmonat 20.512 Entscheidungen, Vormonat 36.465).

18.906 Personen erhielten die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention (36,5 % aller Asylentscheidungen). Zudem erhielten 12.090 Personen (23,4 %) subsidiären Schutz und 709 Personen (1,4 %) Abschiebungsschutz.

Abgelehnt wurden die Anträge von 12.207 Personen (23,6 %). Anderweitig erledigt (z.B. durch Dublin-Verfahren oder Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 7.845 Personen (15,1 %).

Die Erst- und Folgeanträge verteilten sich bei den Hauptherkunftsländern im Juni 2016:

 Asylanträge davon:
  ErstanträgeFolgeanträge
Gesamt74.63773.0331.604
davon:   
Syrien24.60524.492113
Afghanistan15.10915.05554
Irak10.0609.99961
Iran3.0683.03137
Eritrea1.8761.84531
Pakistan1.8401.81624
Russ. Föderation1.8351.686149
Nigeria1.7761.76115
Albanien1.5341.249285
Ungeklärt1.2171.2116

Ende Juni 2016 lag die Zahl der noch nicht entschiedenen Anträge bei 495.792, davon 478.830 als Erstanträge und 16.962 als Folgeanträge (Vormonat: 459.667 anhängige Verfahren; zum 30. Juni 2015: 237.877 anhängige Verfahren).

Registrierte Zugänge im EASY-System

Im Monat Juni 2016 wurden im EASY-System 16.335 Zugänge von Asylsuchenden registriert (Vormonat: 16.281).

Die Hauptherkunftsländer waren: 

  HerkunftsländerJuni 2016
 insgesamt16.335
 darunter:
1Syrien2.615
2Afghanistan2.355
3Irak1.227
4Russische Föderation1.201
5Eritrea1.157
6Nigeria646
7Somalia599
8Iran518
9Gambia387
9Pakistan387

Von Januar bis Juni 2016 wurden im EASY-System 222.264 Zugänge von Asylsuchenden registriert.

Die Hauptherkunftsländer waren:

  HerkunftsländerJanuar bis Juni 2016
 insgesamt222.264
 darunter:
1Syrien74.511
2Afghanistan38.994
3Irak37.979
4Iran9.190
5Russische Föderation5.372
6Eritrea3.976
7Somalia3.893
8Pakistan3.583
9Nigeria3.450
10Marokko2.673

Das EASY-System ist eine IT-Anwendung zur Erstverteilung der Asylbegehrenden auf die Bundesländer. Bei den EASY-Zahlen sind Fehl- und Doppelerfassungen wegen der zu diesem Zeitpunkt noch fehlenden erkennungsdienstlichen Behandlung und der fehlenden Erfassung der persönlichen Daten nicht ausgeschlossen.

Weitere Einzelheiten können Sie der Pressemitteilung des Bundesministerium des Innern zu den Asylzahlen und der Asylgeschäftsstatistik des Bundesamtes entnehmen. 

Zusatzinformationen

Broschüre Grundgesetz

Broschüre: Das Grundgesetz

Mit der Broschüre "Das Grundgesetz – die Basis unseres Zusammenlebens" unterstützt das Bundesamt Zugewanderte und Geflüchtete beim Einleben in Deutschland. In einfachen Worten beschreibt sie, welche Bedeutung das Grundgesetz hat und wie es im Alltag gelebt wird.

Mehr: Broschüre: Das Grundgesetz …

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