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Resettlement

Das Forschungsprojekt untersucht den Integrationsverlauf von besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen, die im Rahmen des Resettlement-Programms in Deutschland aufgenommen werden.

Zwischen 2012 und 2014 hat Deutschland jährlich 300 Personen im Rahmen des Pilotprogramms zur Neuansiedlung besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge (Resettlement) aufgenommen. Im Dezember 2014 hat sich die Innenministerkonferenz für eine Weiterführung und Ausweitung des Resettlement-Programms ausgesprochen. Ab 2015 erhöht sich das Aufnahmekontingent auf 500 Personen jährlich. Resettlement ist ein international anerkanntes flüchtlingspolitisches Instrument zur Lösung lang anhaltender Flüchtlingskrisen. Flüchtlingen, bei denen eine Rückkehr in das Herkunftsland, aber auch die Integration im Zufluchtsstaat in absehbarer Zeit ausgeschlossen ist, wird die Möglichkeit gegeben, sich in aufnahmebereiten Staaten wie Deutschland eine dauerhafte Lebensperspektive aufzubauen.
Im Mittelpunkt des Forschungsprojektes zum Resettlement-Programm steht eine Analyse der Integration von Flüchtlingen, die in den Jahren 2012 und 2014 in Deutschland aufgenommen worden sind. Dabei geht es vorrangig um die Frage, wie die Flüchtlinge trotz belastender biografischer Kriegs- und Fluchterfahrungen und in einer zunächst unbekannten sozio-kulturellen Umwelt ihre gesellschaftliche Teilhabe in den verschiedenen Lebensbereichen gestalten. Insbesondere sollen Einflüsse erkannt werden, welche die individuelle Integrationsmotivation von Flüchtlingen fördern beziehungsweise hemmen.

Untersuchung mit qualitativen sozialwissenschaftlichen Methoden

In der Studie werden Erfahrungen der Flüchtlinge mit der Umsiedlung nach Deutschland und während der ersten Orientierungsphase im Integrationsprozess – etwa ein Jahr nach der Ankunft – dokumentiert und ausgewertet. Mit qualitativen Leitfadeninterviews wird eine Befragung der Personen in ausgewählten Kommunen bundesweit durchgeführt. Gleichzeitig werden in Experteninterviews Akteure der Integrationsförderung auf kommunaler Ebene befragt. Die Analyse von subjektiven Wahrnehmungen des Neuansiedlungs- und des Integrationsprozesses soll es erlauben, Empfehlungen für das Resettlement-Programm und die Integrationsförderung auszusprechen, welche vor allem die Bedürfnisse der Betroffenen berücksichtigen.

Erste Ergebnisse zu den Aufnahme- und Integrationserfahrungen der im Jahr 2012 aufgenommenen Flüchtlinge finden Sie im Working Paper 70 des Forschungszentrums in der rechten Spalte zum Download.

Datum 30.11.2015

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Tatjana Baraulina

Migrations- und Integrationsforschung

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Maria Bitterwolf

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