Resettlement , Datum: 28.09.2021, Format: Projekt (laufend), Bereich: Behörde

Das Forschungszentrum begleitet das deutsche Resettlement-Programm seit seinem Beginn im Jahr 2012. Im Mittelpunkt der Forschung stehen die Aufnahme und Integration von besonders schutzbedürftigen Geflüchteten, die im Rahmen des Resettlement-Programms nach Deutschland umgesiedelt werden.

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Tatjana Baraulina

Position: Referatsleiterin

Telefon +49 911 943 24651
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Resettlement ist ein humanitäres Aufnahmeprogramm für Personen, die über die Grenzen ihrer Herkunftsländer hinweg geflohen sind und sich in sogenannten Erstzufluchtsstaaten aufhalten. Durch Resettlement werden Geflüchtete aufgenommen, die unter den aktuellen Aufenthaltsbedingungen nachweislich keinen ausreichenden Schutz erhalten, beziehungsweise wenn der dauerhafte Verbleib dort nicht zumutbar erscheint. Das Programm wird seit 2012 durch die Bundesregierung im Einvernehmen mit den Bundesländern durchgeführt.

Das Forschungszentrum begleitet das deutsche Resettlement-Programm seit Beginn an und führt Analysen zu unterschiedlichen Fragestellungen durch. In einer Studie zur Pilotphase des Resettlement-Programms wurden 2012 und 2014 qualitative Interviews mit 112 Resettlement-Flüchtlingen bundesweit durchgeführt und administrative Daten ausgewertet. Basierend auf den Erkenntnissen aus dem Pilotprogramm wurden Analysen beispielsweise zu den Aufnahme- und Integrationserfahrungen sowie zu Wanderungsentscheidungen von den im Resettlement-Verfahren aufgenommenen Geflüchteten veröffentlicht. Anlässlich der jährlichen internationalen Konferenz "Annual Tripartite Consultations on Resettlement (ATCR)", die 2018 unter deutschem Vorsitz stattfand, zog das Forschungszentrum unter dem Titel "Resettlement in Deutschland – was leistet das Aufnahmeprogramm für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge?" eine Zwischenbilanz.

Kontakt

Maria Bitterwolf

Position: Wissenschaftliche Mitarbeiterin

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Gegenwärtig evaluiert das Forschungszentrum das humanitäre Aufnahmeprogramm "Neustart im Team – NesT", das seit Mai 2019 von der Bundesregierung durchgeführt wird und als Teil des Resettlement-Programms die Aufnahme von 500 besonders schutzbedürftigen Geflüchteten mit unterstützendem Engagement privater Akteure (Bürger, NGOs, Firmen etc.) vorsieht. Für die formative Prozessevaluation werden vorrangig qualitative Daten verwendet: leitfadengestützte Interviews mit Mentorinnen und Mentoren aus der Zivilgesellschaft, aufgenommenen Geflüchteten und den für die Programmumsetzung verantwortlichen Akteurinnen und Akteuren. Ergänzend nutzt die Evaluierung quantifizierbare administrative Programmdaten. Die Evaluationsergebnisse ermöglichen eine evidenzbasierte Fortführung und Weiterentwicklung des NesT-Programms.